Montag, 13. Januar 2020

John Wick Kapitel 3: Parabellum (2019) in der UHD-BD Steelbook Review

Top Film, super UHD-BD, trotz 2K DI und sehr guter Ton


John Wick Chapter 3 – Parabellum (2019) UHD-BD Steelbook Review

John Wick Chapter 3 USA 2019
Hauptrolle: Keanu Reeves, Ian McShane, Halle Berry
Regie: Chad Stahelski
Musik: Tyler Bates und Joel J. Richard
Kinostart Deutschland: 23. Mai 2019
Heimkino: 04. Oktober 2019

John Wick CH3 Parabellum setzt die Geschichte von John Wick fort, die 2014 mit dem gleichnamigen Film begann.
Vielleicht vom Erfolg überrascht, bescherte der Film eine weitere Paraderolle für Keanu Reeves.

Im dritten Teil verfolgen wir weiterhin die „Abenteuer“ des Auftragkillers John Wick, der sich in dieser Parallelwelt des Verbrechens bewegt, welches seine ganz eigenen Regeln, Gesetze und vor allem Wertschätzungen hat. Diese Parallelwelt existiert zwar mitten unter uns und könnte dennoch nicht weiter entfernt sein.
Eine Welt der Verbrecher, Gangster, organisierte Kriminalität, Mobster, etc, und trotzdem alles mit einander verwoben unter dem Schutz, Deckmantel, Codex, wie man es auch nennen mag, der „Hohen Kammer“.

John Wick, einst ein strahlender Held in dieser Welt, schaffte, was nie einer schaffte, nämlich den Ausstieg und im ersten Teil die selbsterklärte Rückkehr, in die Welt, die er für seine Frau und seinen Frieden so gerne verlassen hatte, um Rache zu üben, an den Frevlern, die seine eigene Interpretation von Recht und Ordnung UND Gewalt nicht respektieren konnten.
Nun, sie zahlten und zahlen ALLE dafür.

Eine Geschichte, im ersten Teil begonnen, im zweiten Teil grandios fortgeführt, erlebt im dritten Teil ihren, zumindest zur Zeit, Höhepunkt in einer durchgestylten, genial choreographierten und super brutalen blutigen Gewaltorgie. Mit Überlänge.
John Wick Teil Drei führt uns nicht nur tiefer in diese Schattenwelt ein, sondern erlaubt uns durch sein lange Laufzeit von 132 min den bisher intensivsten Einblick.
Lang, ohne langweilig zu sein, lernen wir mehr und mehr über diese Welt in der Welt kennen. Wir begleiten unseren Protagonisten auf seiner Reise und Suche und natürlich Flucht vor den eigens anerkannten Gesetzen.


Musik:
Vom ersten Teil an war Tyler Bates am Soundtrack beteiligt.
Tyler Bates ist nicht nur bekannt für weitere Film- bzw. Seriensoundtracks (z.B. Salem).
Wem der Industrial Metall irgendwie vertraut vorkommt, muss nicht lange suchen:
Tyler Bates ist Lead Gitarrist und Song Schreiber bei Marilyn Manson.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass zumindest im ersten John Wick Film
auch ein Manson Song zum Einsatz kommt, und das gleich 2mal: „Killing Strangers“, vom damaligen aktuellen Album „Pale Emperor“. Bates behält seinen Stil im dritten John Wick Film bei. Manson Songs sucht man aber vergebens.

Der Titel „Parabellum“ rührt her vom lateinischen Ausspruch: „si vis pacem para bellum“:  „wenn du Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor“. (Wikipedia)

Die UHD-BD in der Steelbook Edition.
Inhalt:
UHD-BD
BD

Das Steelbook ist beklebt mit einer C-Card, die nach dem ersten Lösen nicht mehr wirklich hält.
Die Vorderseite der C-Card verweist im oberen Teil auf 4K Ultra HD + Blu-Ray
darunter den Titel und den Hinweis, es handelt sich um eine „Limited Edition“ „2 Discs im Steebook
Der untere Teil zeigt das FSK Logo „Ab 18“, der Verweis auf HDR und Details zu Ausstattung und 
Ton.

Die Rückseite der C-Card enthält dann die üblichen Information zum Filminhalt, den Special Features, die Hauptdarsteller, je mit Bild, die Cast and Crew, die technischen Infos der UHD und der BD und das übliche Kleingedruckte.

Steelbook Front:
Ein zurückblickender John Wick, umzingelt von Waffen, vornehmlich Lila und Rot Tönen. Darüber der Titel des Films: John 3 Wick
Es ist recht matt gehalten. Glanzeffekte gibt es keine. Ein wenig Schimmern in den rötlichen, oder vielleicht eher leicht Rosa anmutenden, Elementen. Keine Prägung.

Der Spine zeigt nochmal den Titel: John Wick Chapter 3

Die Rückseite zeigt ein geniales Porträt von John Wick in einem Stil, weiß nicht genau, ist das Öl-Gemälde, oder eher Wasserfarbe, jedenfalls sieht es bärenstark aus und wiederholt die Farben der Forderseite, viel Rötlich und Bläulich.

Innen:
Hier wurde etwas besonders schönes und stimmiges entworfen.
Das durchgehende Hintergrundbild zeigt eine fiktive Szene aus der Lobby des Continental:
Die Couch mit den wichtigsten Haupt- und Nebenrollen des Films, sitzend, oder stehend.
Und genau dieses Bild, anteilig, übertragen auf die UHD-BD und die daneben liegende BD, sodass es aussieht, als zeigten die beiden CDs Ausschnitte aus dem Backprint.
Das ist hervorragend gemacht und eine sehr, einerseits clevere, weil designtechnisch einfache Lösung, andererseits genial gelöst, um beiden CDs ein eigenes Artwork zu geben, ohne das Gesamtbild aus den Augen zu verlieren.

Bild: AR 2.40:1 (UHD-BD: HEVC codiert) (BD: AVC codiert)
Die UHD bietet das Bild, neben HDR10 auch Dolby Vision.

Ton:  UHD-BD: dt en Dolby Atmos, BD: dt en DTS-HD Master 7.1

Extras:
77 Minuten Bonus Material

Die Bildqualität der UHD-BD:
gefilmt mit Arri Alexa SXT Plus und Arri Alexa Mini Kameras in 3.2 K Auflösung, entstand ein 2K Digital Intermediate, welches als Grundlage aller Releases gilt.
Durch das 2K DI hat die UHD keinen realen Qualitätsvorteil gegenüber der BD.
Jedoch:
Die UHD präsentiert ein sehr scharfes und kontraststarkes Bild. Der Einsatz von HDR (Dolby Vision kann ich nicht testen) beschert den Farben und den häufigen Spitzenlichtern ein hervorragende Darstellung.
Das Bild bietet sattes Schwarz, ohne Details in dunklen Szenen zu verlieren.
Trotz des Upscales ist die Qualität des UHD Bildes beeindruckend.

BD Bildqualität:
Die Bildqualität der BD bewegt sich auf Top-Niveau. Die Details, Schärfe und Farben sind genial und stehen der UHD-BD nicht viel nach.
Die UHD-BD ist gefühlt einen Hauch schärfer und die Farben noch etwas kräftiger.
Durch das gute Upscale, welches moderne Geräte machen, ist der Unterschied zwischen beiden Formaten sehr gering.
Wer nur die BD hat, kann damit sehr zufrieden sein, zumindest hinsichtlich der Bildqualität.
Beim Ton ist es da ein wenig anders.

UHD-BD Ton:
dt en Dolby Atmos
Der Atmos Ton ist grandios.
Der Bass ist sehr ausgeprägt. An der ein-, oder anderen Stelle war er mir fast zu dominant.
Gleich in der Eröffnungsszene mit dem Gewitter in New York kommt Atmos von allen Seiten zum Einsatz. Regen und Donner werden teils über die Deckenkanäle wiedergegeben. Der Score wird sehr schön rundherum gelegt und teilweise auch aufgeschlüsselt, so dass z.B. ein Teil von vorne zu hören ist, während dann z.B. später einsetzende Gitarre von hinten zu hören ist.
Es macht einfach nur Spaß diesem Klang zu lauschen.
Stimmen bleiben dabei stets schön vorne.

Bei Kampfszenen, zumindest soweit ich das getestet habe, erste Szene in der Bibliothek, bleibt der Ton vollständig vorne. Allerdings hat diese Szene weder Score, noch andere Effekte.
Bei der darauf folgenden Motorradverfolgung ist es ähnlich.

Ich konnte mit meinen Geräten (Dolby Atmos Soundbar) keinen Unterschied zwischen der deutschen und der englischen Atmos Spur hören.


BD Ton:
Dt en DTS HD Master 7.1
Diese Tonspuren, deutsch und englisch, sind, verständlicher Weise, bei Weitem nicht so gut, wie die Atmos Spuren der UHD. Das wäre ja auch schlimm.
Dennoch lässt sich das DTS HD MA 7.1 sehr gut hören. Es ist leiser als die Atmos Spur und der Bass ist nicht ganz so aufdringlich.
Trotzdem werden alle Kanäle bedient und es entsteht ein sehr schöner räumlicher Klang.
Für die Kampfszenen ohne zusätzlichen Score, bzw. Effekte, gilt das Gleiche, wie bei der Atmos Spur.
Der Ton bleibt überwiegend, wenn nicht sogar völlig, vorne.

Auch hier gefielen mir die deutsche und die englisch Ton-Spur gleich gut. Sollte es dort Unterschiede geben, so konnte ich sie nicht hören.

Für den Ton gilt das Gleiche wie für das Bild:
Wer nur die BD zur Hand hat, bekommt einen sehr schönen Surround Sound geliefert, mit welchem sich der Film hervorragend genießen lässt.

Fazit: Top Empfehlung
Das UHD-BD Steelbook zu „John Wick Kapitel 3: Parabellum
ist von allen Gesichtspunkten her empfehlenswert:
Selbst wenn das Steelbook optisch Möglichkeiten wie Prägung, Glanzeffekte, o.ä. versäumt, sieht es dennoch gut aus und gewährt dem Film einen passenden Rahmen, vor allem durch das Innendesign.
Die UHD-BD ist, trotz 2KDI empfehlenswert. Farben und Ton überzeugen auf ganzer Linie.
Der Film selbst ist für mich bis jetzt der beste Teil der John Wick Reihe (die übrigens mit einem vierten Teil 2021 fortgesetzt werden soll).
Es gibt den Film auch als reines Blu-Ray Steelbook, mit dem gleichen Design.


                                               FSK:       Kosten:       globales Einspielergebnis:           Laufzeit              
John Wick    (2014)          (R) 16    20 Mio (US$)                     86 Mio (US$)               101 min

John Wick 2 (2017)          (R) 18    30 Mio (US$)                     171,5 Mio (US$)          122 min

John Wick 3 (2019)          (R) 18    n/a                                        326,7 Mio (US$)         131 min



John Wick Kapitel 3: Parabellum (2019) UHD-BD Steelbook Review

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Samstag, 26. Oktober 2019

Terminator: Dark Fate (2019) Filmkritik


Terminator: Dark Fate (2019) Review

Nicht wirklich schlecht, trotz wenig neuer Ideen



Nicht wirklich schlecht, trotz wenig neuer Ideen

DER FILM:
Terminator Dark Fate ist der 6. Teil im Terminator Franchise.
Sagen wir mal ab Teil 3 ging es mit dem Erfolg und der Zuschauerwertung relativ stark bergab.
War Teil 1 noch ab 18 (irgendwann früher mal, heute auch nicht mehr) freigegeben, wurden die Folgefilme Teil 2-4 ab 16 und Teil 5 bereits ab 12 freigegeben.
Hinsichtlich der FSK Freigabe sank nicht nur der Gewaltanteil im Film, sondern auch das Interesse des Publikums.
Dann entschloss sich James Cameron zurück zu kehren, wenn auch nur als Produzent. Die Regie überließ er Tim Miller (Deadpool).
Man entschied mit einem weiteren Film direkt an T2 anzuknüpfen. Dessen Erfolg und Reputation ist bis heute im Franchise unangetastet.
Nun mussten noch die Stars von damals her, vorneweg Linda Hamilton und natürlich durfte Arnold Schwarzenegger nicht fehlen.
Es kamen auch neue Gesichter hinzu in Form von Dani (Natalia Reyes) und die Terminatorin, mit Namen Grace,  gespielt von Mackenzie Davis.
Der aktuelle Bösewicht Terminator (ein Rev-9) (Gabriel Luna) knüpft an  den T1000 aus T2 an und ist nahezu unzerstörbar.
Genau diesen Aspekt empfand ich im Verlauf der Geschichte teils als nervig. Egal, was auch versucht wurde, diese Maschine lief weiter und erholte sich irgendwie immer wieder.
Dazu kam noch ein neuer Aspekt (SPOILER) hinsichtlich des Körpers. Mehr verrate ich nicht, aber dadurch wurden neue Möglichkeiten der Beweglichkeit und Einflussnahme des Terminators eröffnet.

INHALT:
Ab hier folgen Spoiler:
Im Prinzip entscheidet sich T6:DF die Handlung nach T2 neu zu gestalten und teilweise zu wiederholen.
Eine neue Halb-Terminatorin (Mackenzie Davis) wird aus der Zukunft geschickt, um eine Frau namens Dani (Natalia Reyes) vor einem bösen Terminator (Gabriel Luna) zu schützen.
 
Sarah Connor (L. Hamilton) hat es zwar geschafft in der Zukunft Skynet zu vernichten, allerdings verliert sie auch ihren Sohn John durch einen Terminatoren Angriff. (Hier im Rückblick ist übrigens der einzige Auftritt von John Conner ungefähr im Alter den er im T2 hatte, alias Edward Furlong, der also  nicht wirklich im Film auftritt. Ob die Szene mit alten Aufnahmen, Body Double, oder grandiosem de-aging gemacht wurde, kann ich sagen.)
Jetzt durchstreift sie die Welt auf der Jagd nach Terminatoren, wobei sie entsprechende Landekoordinaten von einem „Unbekannten“ stets rechtzeitig gesendet bekommt.
Die neue Halb-Terminatorin kennt Skynet überhaupt nicht. In ihrer Zukunft heißt der Gegner „Legion“, welcher nichts anderes als der Nachfolger von Skynet ist.
Ihre Aufgabe ist es Dani vor dem Terminator zu schützen, welche in diesem Fall nicht die Mutter des „Erlösers“ ist, sondern die „Erlöserin“, die Legion zu Fall bringen wird, selbst.

Schwarzenegger wiederholt seine klassische Rolle als Terminator, der allerdings in dieser Zukunftsform eine neue Variante bekommt.
Nicht nur ist er steter Infogeber für Sarah Connor, sondern er hat sich „weiterentwickelt“, durch den Fall von Skynet neue (moralische) Formen angenommen.
Er rettete einer Frau und ihrem Kind das Leben und lebt seither an ihrer Seite in einem kleinen Haus, mitten in Texas.
Wieso es keine körperliche Beziehung zu der Frau gibt wird auch schnell erklärt.

KRITIK:
Also, unseren „Terminator“ von früher erkennen wir nicht wieder. Gealtert, ergraut und vermenschlicht.
Von Sarah Connor gehasst, die sich in weiten Teilen des Films als einzig Wissende und einzig Fähige sieht, dem Unheil Einhalt zu gebieten. Dies ist Anfangs amüsant, später nervig. Zum Schluss revidiert es sich dann, wenn sie doch einsieht, dass sie alleine nicht alle retten kann.
Ihre Darstellung erinnerte mich sehr an Jamie Lee Curtis in Halloween (2018). Gealtert und unweigerlich beseelt vom Gedanken, etwas aus der Vergangenheit zu richten und gerade zu biegen, was vermutlich gar nicht mehr zu biegen ist, aber schön zeigt, wie verloren die eigene Seele auf der Suche nach dieser Erlösung ist.

Was nun die Grundhandlung des Films angeht:
Im Prinzip wird die Terminator Geschichte recycelt, mit neuen Figuren und den alten Figuren am Rande, die sich die neue Geschichte anschauen und dann versuchen sich einzufügen.
Ich musste während des Films sehr oft an T3 denken. An den erinnerte mich der Film am meisten.
An den Original T2 kommt er aber auch nicht in einer Sekunde heran. Ich glaube, das versucht er auch nicht wirklich.
Die Action stimmt, ist teilweise total over-the-top und der Showdown weckt dann wieder Erinnerungen an T2.
Auch musste ich an Expendables 3 denken, in dem sich  Alt und Jung zusammenfinden und die Chemie will  nicht so richtig passen. Den Eindruck hatte ich hier so ein wenig.

FAZIT:
Was unter dem Strich bleibt ist eine durchaus ansehnliche Terminator Fortsetzung.
Die Action stimmt, die Geschichte ist ok, teilweise verwirrend, aber was soll‘s.
Die Akteure sind ok, Hamilton und Schwarzenegger bringen hier mehr Retro-Charme, als das sie wirklich zur Fortführung der Handlung beitragen, trotzdem schön sie wiederzusehen.
Die neuen Akteure machen ihre Sache gut und lassen auf weitere Folgen hoffen.
Warum der Film in USA Rated R ist, habe ich nicht ganz verstanden. Vielleicht wegen Sarah Conners derber Sprache, aber wohl eher nicht wegen den Schauwerten. Das machte auf mich ein wenig den  Eindruck mit allen Mitteln ein R-Rated zu erreichen, nötig, oder nicht.
Ach ja, apropos Schauwerte….während bisher in den Terminator Filmen der Zeitsprung des Terminators stets auf dem Boden endete, haben sie hier Probleme…..unfreiwillig komisch landen die alle in der Luft und stürzen dann entsprechend. Naja.
Jetzt dürfen wir alle gespannt sein, inwieweit dieser Teil das Franchise wiederbelebt.
Nachdem der letzte Teil, „Genesis“, nur außerhalb USA erfolgreich war und dieser neue Teil erst in einer Woche in USA startet, was schon interessant ist, bin ich gespannt, ob sich „Dark Fate“ finanziell rechtfertigen wird.

Vergleich:                    Kosten –                    Einspiel im Kino (global, nicht inflationsbereinigt) und FSK
Terminator    (1984)  6,4 Mio$                    78 Mion $                           FSK 16
Terminator 2 (1991) 102 Mio $                  516 Mio $                            FSK 16
Terminator 3 (2003) 200 Mio $                  433 Mio $                            FSK 16
Terminator 4 (2009) 200 Mio $                  371 Mio $                            FSK 16
Terminator 5 (2015) 155 Mio $                  440 Mio $                            FSK 12

Terminator 6 (2019)                                                                               FSK 16

Donnerstag, 26. September 2019

Captain Marvel (2019) 3D-BD Steelbook Review

Durchschnittliche Geschichte in schöner 3D Präsentation

Review bezieht sich auf die 3D-BD/BD VÖ im Steelbook

Captain Marvel
Film: USA 2019
Disney/Marvel
Regie: Anna Boden, Ryan Fleck
Hauptdarsteller: Brie Larson, Jude Law, Samuel L. Jackson, Ben Mendelsohn, Annette Bening
Laufzeit: 124 min
Aspekt Ratio: BD 2.39:1 3D-BD: 2.39:1/1.90:1 (einige Szenen)
DI: 2K (vermutlich)
3D: konvertiert
Codec BD: AVC
Codec 3D-BD: MVC
Ton: 3D-BD/BD: Englisch DTS-HD MA 7.1, Deutsch Dolby Digital Plus 7.1
Kino: 07.03.2019 (Deutschland)
Heimkino: 18.07.2019 (Deutschland)
FSK: 12 Jahre
Kosten: 175 Mio $ (IMDB, geschätzt)
Erfolg Kino global: 1,128 Mrd. $ (boxofficemojo)

Steelbook:
Steckt im J-Card Schuber, welcher das FSK Logo zeigt (nicht entfernbar), den Titel und den Inhalt und sich im Design nahtlos in das Design der Steelbook Front einfügt.
Auf der Rückseite werden die ganzen Filmspezifischen Infos geboten, wie Inhalt, Cast and Crew, technischer Spezifikationen, etc.

Front: Zeigt, in schöner Patina-Optik, das geöffnete Tor eines Hangars, unsere Heldin und, ganz klein unten links, die Katze (Goose), der im Film eine besondere Bedeutung zukommt. (siehe auch Post-Credit Scene) ;)

Spine: Hier bereits, wie später auch beim Avengers Endgame Steelbook, wird wieder der Titel geschrieben, anstatt, wie jahrelang üblich, die kleinen Bildchen der Protagonisten zu zeigen.

Back: Schriftfrei (nur Marvel Logo und c 2019). 
geziert wird die Rückseite vom Bruststern von Captain Marvel. Die Rückseite ist ebenfalls in Patina-Optik.

Innen: 
3D-BD und BD, in Marvel üblichem Blau gehalten.
Durchgehender Innendruck von Captain Marvel auf der Leiter zum Cockpit.
Das Steelbook hat keinerlei Prägung.
Die Gestaltung ist schlicht. Im Laufe der Jahre gab es bei den MCU VÖ wesentlich schönere und aufwendigere Steelbooks.
Löblich: Der Titeldruck auf dem Spine.
Steelbook ist ok, insofern man es zu einem vernünftigen Preis bekommt.

Ton:
Auf beiden BDs, 3D und normale BD, liegt der Ton in Englisch DTS-HD MA 7.1 und Deutsch Dolby Digital 7.1 vor.
Getestet habe ich beide auf meiner Samsung Dolby Atmos Soundbar.
Der Englische Ton ist dem Deutschen Ton auf jeden Fall vorzuziehen. Der Surround Effekt ist besser und die Speaker werden gleichmäßiger angesprochen.
Der Deutsche Ton funktioniert, solange es im Film ruhig ist. Sobald es Actionreich wird, übersteuert der Subwoofer. Ich habe an derselben Stelle umgeschaltet ins Englische und da hat nichts übersteuert.
Dolby Atmos findet sich mal wieder nur auf der UHD-BD und auch nur in Englisch.

Bildqualität:
Obwohl hochauflösend produziert (gefilmt mit div. Kameras in 6,5K und 8K) scheint es nur ein 2K Digital Intermediate zu geben. Zumindest ist nichts anderes bei IMDB angegeben.

BD:
Die Bildqualtität ist einwandfrei.
Die Farben sind nicht aufdringlich, sobald es kracht und rumst explodieren aber auch die Farben.
Die durchschnittliche Übertragungsragte liegt bei ca. 33 Mbps, codiert in AVC.
Das Bild der BD empfand ich allgemein als dunkler, gegenüber der 3D-BD.
Die BD enthält KEINE IMAX Szenen, sondern wird durchgehen im AR 2.39:1 dargestellt.

Nur auf der BD sind die Extras enthalten:
. Featurettes
. zusätzliche Szenen
. Pannen vom Dreh
. Audiokommentar
Diese werden präsentiert in AVC, mit ca. 23 Mbps
Ich habe reingeschaut. Empfunden habe ich die gebotenen Infos als recht uninteressant und langweilig.

3D-BD:
Hier kommt die große Überraschung. Gleich die Eröffnungsszene wird in bildschirmfüllenden IMAX Format gezeigt. Und das ist in 3D einfach fantastisch, da die Immersion viel stärker ist. Obwohl der Film in 3D konvertiert wurde.
Der Film ist dafür gemacht in 3D geschaut zu werden und entfaltet in 3D auch ein anderes Potential als in 2D. Das Bildformat wechselt recht häufig, was prima ist.
Wird das Bild dann bildschirmfüllend dargestellt, ist der Einsatz von floating windows deutlich zu erkennen. Bei der widescreen Darstellung fällt das eher nicht auf. Das Seh-Vergnügen leidet nicht darunter.
Was mir ebenfalls auffiel, und das habe ich auch kurz in der dortigen Review erwähnt: Es gibt hier keinerlei Ghosting zu beklagen. Bei „Avengers Endgame“ ist mir Ghosting aufgefallen, als ich ihn in passiv 3D geschaut habe. Das ist bei „Captain Marvel“ überhaupt nicht der Fall.

Übertragungsrate: Codierung MVC ca. 32 (10) Mbps.
Für die Farben gilt das Gleiche wie für die BD. Sie sind ein wenig zurückhaltend, trumpfen aber in Effekt-Szenen richtig auf.
Apropos Effekte: Diese sind grandios. Vor allem in 3D und vor allem während der IMAX Szenen.
Auf Pop Outs wurde verzichtet, obwohl der Film in vielen Szenen Möglichkeiten dazu geboten hätte.
Chance leider verpasst.
Trotzdem ist diese 3D-VÖ gelungen, gerade wegen der IMAX Szenen.

Inhalt und Kritik:
Die Figur „Captain Marvel“ wird uns gerade noch rechtzeitig vor dem Kinostart von „Avengers Endgame“ präsentiert und das aus gutem Grund: In „Endgame“ trägt sie nämlich eine maßgebliche Rolle bei.
Es ist der 21. Film im MCU und der erste, dessen Hauptfigur eine Frau spielt.

Brie Larson, eine Schauspielerin, die ich seit „Kong: Skull Island“ gerne sehe, macht ihre Sache meiner Meinung nach ganz gut, sofern es die Rolle hergibt.
Mir hat sie jedenfalls die Figur der „Captain Marvel“ näher gebracht. 
Captain Marvel lebt in ihrer Welt (auf einem fernen Planeten bei den Kree) und hat ihre Vergangenheit vergessen. Die Geschichte spielt in den 90er Jahren.
Allerdings besitzt sie große physische Macht, die sie zu beherrschen versucht. Dabei unterstützt sie ihr Mentor, gespielt von Jude Law.
Im Laufe der Handlung erfährt sie immer mehr über ihre Vergangenheit, ihr wahres Ich und lernt und begreift, dass sie in einer, von ihr als Realität wahrgenommenen Lüge lebt und sie nicht einmal ihrem Mentor vertrauen kann.
Sie findet auf die Erde zurück, trifft auf den jungen Nick Fury (grandios: Samuel L Jackson), ergründet ihre Vergangenheit und hilft zum Schluss denen, von denen sie Jahrelang annahm, sie seien die Erzfeinde. Die Geschichte spielt lange vor den Ereignissen im MCU, zu einer Zeit, als Nick Fury noch beide Augen hat, jung war und noch nicht SHIELD geleitet hat.

Mit ihren nun voll entwickelten Kräften macht sie sich auf, nicht nur die Erde, ein paar Außerirdischen, sondern im ganzen Universum Hilfestellung zu leisten.
Zum Schluss des Films übergibt sie Nick Fury den Tessarakt zur Aufbewahrung und eine Art intergalaktischen Beeper, mit dem er sie zur Hilfe rufen kann, sollte das mal nötig sein.
Dass er das dann auch macht, sahen wir bereits in der End Credit Scene von „Infinity War“.

„Captain Marvel“ ist vielleicht nicht der beste Beitrag zum MCU, ergibt aber im Gesamtbild durchaus Sinn.
Wenn man Comicverfilmungen allgemein und im speziellen die von MCU mag, wird man auch mit Captain Marvel zurechtkommen. Dies gilt besonders für die 3D Präsentation.
Ich fand den Film und die Geschichte unterhaltsam. Es gibt aber durchaus bessere Kapitel im MCU.

Von mir bekommt die VÖ gutgemeinte 4 Punkte (eher 3,5), da Disney mal wieder Potential verschenkt hat, sowohl bei der Steelbook Gestaltung, als auch beim Dolby Atmos Ton.
Wäre wenigstens der deutsche Ton so gut wie der englische.
Zugute halte ich der VÖ, dass, zumindest in 3D, die IMAX Szenen enthalten sind.

Kaufempfehlung bei günstigem Preis. Am besten in 3D anschauen.

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Youtube Review Video:
Captain Marvel (2019) 3D Steelbook Review Deutsch










Mittwoch, 25. September 2019

Avengers Endgame (2019) 3D-BD Steelbook Review


Top Film, erneut fade Disney VÖ


Review bezieht sich auf den Film und die VÖ im 3D-BD Steelbook

Steelbook:
Es steckt in einem festen J-Card Schuber, dessen Frontdruck sich nahtlos in die Gestaltung der Steelbook Front einfügt.
Hier ist auch das FSK-Logo aufgedruckt. Es kann entsprechend nicht entfernt werden.
Die Rückseite zeigt die üblichen Infos zum Inhalt, Technische Spezifikationen, Cast und Crew und so weiter.

Im Gegensatz zum letztjährigen Steelbook zu „Avengers Infinity War“ ist dieses vorliegende Steelbook wesentlich schlichter ausgefallen.
Es gibt keine Prägung und die Aufdrucke auf Vorder- und Rückseite sind schlicht, wenn auch passend.
Auf der Front prangen die Avengers, oder zumindest ein Teil von ihnen und das Avengers-Logo.
Selbst Glanzeffekte sucht man hier vergebens. Außer ganz kleine Stellen, z.B. in den Fäusten von Captain Marvel, der Axt von Thor und der Umrandung des Avengers Logo.

Die Rückseite stellt dann dieselben Figuren dar, teilweise in abwehrender Haltung und einem Avengers Logo, das im Begriff ist, sich aufzulösen.
Ansätze von Glanzeffekten gibt es jetzt hier nur noch in den Logo-Trümmern und der restlichen Umrandung.

Neu ist allerdings, und das ist löblich, die Gestaltung des Spines:
Wurden uns hier in den vergangenen Jahren von Disney (nicht nur bei Marvel Filmen) ausschließlich kleine Bildchen der Protagonisten geboten, sind sie hier wieder zum Titelaufdruck zurückgegangen.

Es sind drei BDs enthalten, deren Cover-Artwork keine Überraschung bietet, sind doch alle drei im Marvel typischen Blau gehalten.
Es handelt sich um die BD, die 3D-BD und ein Bonus BD.

Eine Art Innendruck gibt es auch. Es handelt sich auf der linken Seite um ein Portrait von Robert Downey Jr. und auf der rechten Seite ein Portrait von Scarlett Johansson, jeweils mit Autogramm.

Das Steelbook ist insgesamt für meinen Geschmack zu einfach gehalten, bedenkt man auch die Größe des Films, hinsichtlich Erfolg und vor allem dessen Stellung im bisherigen Marvel MCU.
Hier wird leider die fade Veröffentlichungspolitik von Disney fortgesetzt, wie schon bei der letztjährigen VÖ von „Infinity War“.

Ton:
Der Ton liegt auf 3D-BD und BD in Englisch in DTS-HD MA7.1 und Deutsch Dolby Digital Plus 7.1 vor.
(Nur auf der UHD-BD findet sich ein englischer Dolby Atmos Ton.)

Ich habe den Ton getestet mit meiner Samsung  5.1.4 Soundbar, die Dolby Atmos fähig ist und über Rear Speaker verfügt.
Diese macht eigentlich einen guten Ton, je nach Quellmaterial. Allerdings darf man das jetzt auch nicht mit einem dedizierten AV-Receiver und entsprechenden Boxen vergleichen.

Jedenfalls: Der englische DTS-HD MA 7.1 klingt schön kräftig und steuert auch die Rear-Speaker gut an, wobei die Stimmen im Center bleiben.

Der deutsche Dolby Digital Plus 7.1 Ton klingt im Surround nicht so gut, wie der englische Ton. Da der Film viele ruhige Passagen hat, fällt das auch gar nicht so auf. Wenn allerdings die Action losgeht, dann rumst es auch richtig von allen Seiten.
Die Stimmen im Center empfand ich subjektiv ein wenig kräftiger als auf Englisch.

3D-BD:
Das 3D wurde, wie gesagt, konvertiert. Es ist an und für sich sehr gut, wie von Disney gewohnt und es gibt sogar ein, zwei kleine Popout Effekte, LEIDER liegt das AR nur im Format 2.39:1 vor.
Hier wurden, ebenso wie bei „Infinity War“ die IMAX Szenen weggelassen.
Warum nur?
Bei „Captain Marvel“ sind sie enthalten, wenn auch nur auf der 3D-BD und dort macht das einen immensen Unterschied.
Also, was soll das, Disney? Da wird aus der Vergangenheit (Infinity War) nichts gelernt, Fans nicht gehört und, obwohl man den erfolgreichsten Film aller Zeiten präsentiert, wird weder mit einem besonderen Steelbook, noch mit besonderem Ton (D.Atmos nur UHD, nur English) gefeiert. Nein, man lässt auch noch die IMAX Szenen weg.
DANKE! L

Ansonsten ist die 3D Konvertierung aber ok.
Was mir auffiel: Ich habe die 3D BD mit Aktiv 3D und Passiv 3D getestet.
Im Passiv 3D hatte ich vermehrt Ghosting, welches mir im Aktiv 3D (DLP-Technik) nicht auffiel.
Bei Captain Marvel ist z.B. überhaupt nicht der Fall, egal, ob Aktiv, oder Passiv. Aber das ist ohnehin ein anderes Thema.

Aber dafür werden recht saftige Preise für die VÖs verlangt. Das 3D-Steel kostet schon eine ganze Weile 30 Euronen und mehr bei Amazon. Die UHD-BD kostet ebenso viel.
Allerdings, kleiner Tipp: es gibt noch andere online Händler. ;)
(z.B. cede de. UHD ist dort zwar teurer, das 3D Steel gibt es nach wie vor für 25 Euro ((Stand September 2019))

BD:
(Extra: Audiokommentar)
Die Bildqualität der BD, egal ob auf einem 65“ UHD-TV, oder 100“ Leinwand mit UHD Pixelshifting Projektor geschaut, ist einwandfrei.
Die Farben sind nicht aufdringlich. Schärfe und Details sind hervorragend.
Da ja für „Endgame“ nur ein 2K DI erstellt wurde, liegt die Auflösung knapp über dem Möglichen der Blu-Ray, wovon diese profitiert. Für die UHD-BD hingegen ergeben sich keine Vorteile durch eine höhere Auflösung.

Bonus-Disk: (OMU)
- Featurettes
- zusätzliche Szenen
- Pannen vom Dreh

Avengers Endgame
Film: USA 2019
Regie: Anthony und Joe Russo
Hauptrollen: u.a. Robert Downey Jr. Chris Evans, Mark Ruffalo, Chris Hemsworth, Josh Brolin, Scralett Johansson, Brie Larson

Lautzeit: 181 min
Aspekt Ratio: 2.39:1
Digital Intermediate: 2K
3D: konvertiert
(Quelle:imdb.com)

Kino Release: 24.04.2019
Heimkino: 05.09.2019
Kosten: 356 Mio $
Erfolg im Kino: 2796 Mio $ (knapp 2,8 Mrd)
(Quelle: imdb.com)
FSK Freigabe: ab 12

Tja. Was könnte, oder sollte man noch zu diesem Film sagen?

Also, er ist lang. Mit 181 min Laufzeit ist er der längste bisherige Film der Avengers und des Marvel MCU.
Er war teuer. Mit 356 Mio $ Produktionskosten ist er auch der bis dato teuerste Film im MCU, wenn nicht überhaupt. Wobei ich nach wie vor der Meinung bin, da er direkt nach Infinity War gedreht wurde, dass die Kosten für beide Teile gelten. (Dass die Filme gleichzeitig gedreht wurden geht auch aus dem Wikipedia Artikel zu „Endgame“ hervor. Seit dem Release von „Engame“ werden bei boxofficemojo keine Budgets mehr für „Infinity War“ gelistet.)  Aber das ist nur eine Vermutung. Spielt auch keine Rolle.

Er war erfolgreich: Das globale Kino-Einspielergebnis von 2,796,274 Mrd. US $ hat  bisher kein Film geschafft und damit hat „Endgame“ den bisherigen Spitzenreiter „Avatar“ vom Thron geschupst.
Gut, Avatar ist auch schon 10 Jahre alt und „Endgame“ brauchte eine ganz kleine Hilfe, um schlussendlich so weit zu kommen. Es gab nämlich, kurz vor dem Heimkino Release ein erneutes Kino Release mit zusätzlichen Szenen von 7 Minuten (lt. Wikipedia), die ein Stan Lee-Tribute enthielten, eine unfertige Deleted Scene mit Hulk und eine Vorschau auf „Spider-Man Far From  Home“.
Diese zusätzlichen Einnahmen sorgten dann zum Schluss für den Sieg über Avatar.
Aber, wer weiß was geschieht, wenn dann die Avatar Fortsetzungen erscheinen….in nur wenigen Jahren…vielleicht.

Wer sich für die Vielzahl der aufgestellten Rekorde im Details interessiert, dem sei der Wikipedia Artikel zum Film empfohlen. Es waren jedenfalls einige.

Übrigens „Spider-Man…“: Eigentlich wurde uns ja „Endgame“ als Abschluss der 3. Phase des MCU angekündigt.
Aus irgendeinem Grund ist es nun aber doch „Spider-Man Far From Home“ geworden (Rezension folgt). Dieser stellt, soweit ich weiß, das letzte Marvel MCU Release für 2019 (Juni) dar und damit das dritte, nach „Captain Marvel“ (Februar)(Rezension folgt) und Avengers (April).

Captain Marvel musste man noch schnell vor den Avengers vorstellen, um ihren Einsatz im Avengers Film, der ja nun nicht gerade unnötig war, zu rechtfertigen.


Inhalt und Kritik:
Am Ende von „Infinity War“ hatte ja Thanos die Hälfte aller Lebewesen ausgelöscht.
Unsere Helden blieben, teils schwer verletzt, teils verstorben, zurück.
Die Überlebenden sammeln sich auf der Erde um sich zusammenzuraufen, was anfangs unmöglich scheint und einen Weg zu finden, Thanos doch noch unschädlich zu machen.

Schlussendlich geschieht dies durch Zeitreisen und es gelingt Thanos zu schlagen, aber es wird auch die Zukunft verändert so tauchen zwar alle verstorbenen, vermissten Avengers wieder auf, aber auch Thanos, der nun über den Plan Bescheid weiß und entsprechend vorbereitet ist. (Dieses Geschehnis wird später als „Der Blipp“ bezeichnet und findet seinen Platz auch im folgenden „Spider-Man“
Film.)
Es kommt zum großen finalen Showdown.
Was übrig bleibt sind schwer verletzte Avengers, vorne weg Iron Man, der seinen Verletzungen erliegt. Captain America wünscht sich ein normales Leben, welches er mit Peggy Carter verbringen und in dem er normal altern kann. Dieses bekommt er durch eine weitere Zeitreise, wenn ich mich richtig erinnere. Wir erleben ihn in der Gegenwart als alten Mann, der dann auch stirbt.

Ich persönlich empfand den Film als zu lange.
Auch war er mir, verglichen mit früheren Filmen, zu depressiv.
Er ist in langen Phasen sehr ruhig, was ja auch zur Thematik passt und ebenfalls entsprechend emotional.
Es kommt aber auch stets durch verschiedene Charaktere zu Humor  und Situationskomik, welche aber nie ins Lächerliche abdriften, sondern im Gegenteil dafür sorgen, dass die Tragik der Geschichte nicht ausufert.
Und der Schluss, mit den Verlusten, ist mir zu traurig. (Wenn ich heulen will schaue ich „Wasser für die Elefanten“, aber doch keine Comicverfilmung….)

Allerdings bildet er den gewollten Abschluss und das macht er ziemlich gut. Unsere Helden besuchen durch die Zeitreisen noch einmal Schlüsselschauplätze vorangegangener Filme und stellen dadurch ein grandioses Déjà-vu Vergnügen her.
Und ein Platz in der Sammlung gebührt ihm ohnehin.

Tja. Und nun?

11 Jahre sind vergangen, in denen wir dem Marvel MCU gefolgt sind. Wir haben viele Helden kennengelernt und jede Menge Abenteuer miterlebt.
Wir haben erlebt, wie sich die größte Superheldengruppe unter der Führung von Iron-Man und Captain America zusammenfand, sich zerstritten und trennten, nur um dann doch im schlimmsten aller für die Menschen möglichen Fälle, wieder vereint aufzutreten.

Avengers Endgame ist der 22. Film im Marvel MCU und der nächste Film, Nr. 23, „Spider-Man Far From  Home“, schließt dann Phase 3 ab.

Wie es weiter geht, werden wir sehen. Angekündigt sind bereits einige Filme mit neuen Helden und auch Fortsetzungen einiger bereits bekannter Figuren.

Und wer weiß, vielleicht stoßen wir in irgendeinem Teil des (MCU) Universums, zu irgendeiner Zeit erneut auf Iron-Man und Cap. A. Ich denke, da ist nichts so richtig unmöglich.

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Youtube Video Review:
Avengers Endgame 3D-BD Steelbook Review











Sonntag, 22. September 2019

Cop Land (1997) Blu-Ray Review


Fantastischer Krimi, Stallone in Best-Form



Rezension bezieht sich auf die ARTHOUSE DigiPack Edtion

Cop Land
Action-Thriller
USA 1997
Regie: James Mangold
Hauptrollen: Sylvester Stallone, Harvey Keitel, Robert De Niro, Ray Liotta, Robert Patrick
Laufzeit: 105 min (KF), 116 min (DC)
AR: 1.85:1
Ton: deutsch, englisch, französisch DTS-HD MA 5.1

Inhalt:
In einer kleinen New Jersey Stadt mit Namen Garrison, in der Nähe von New York, in den 70er Jahren, leben unzählige Polizisten mit ihren Familien, die zwar in New York arbeiten, sich aber zum Leben in diesen ruhigen Ort zurück ziehen. Ein sogenanntes „Cop Land“.
Allerdings herrscht in dem Ort nicht etwa ein Übermaß an Korrektheit und Anstand, wie man meinen sollte, sondern im Gegenteil viel Korruption und Gewalt. Gedeckt durch einige Polizisten (Harvey Keitel und Ray Liotta).
Vetternwirtschaft liegt an der Tagesordnung. Und Verbindungen zur Mafia.
Gesetzeshüter in der Stadt ist ein Jugendfreund (Stallone), der durch einen Unfall, bei dem er einer Frau das Leben rettete, auf einem Ohr taub ist und daher nie zur New Yorker Polizei gehen konnte, wie seine Kumpels.
Von eben diesen belächelt und nicht ernst genommen, versieht er seinen Dienst in der Kleinstadt.
Bis eines Tages durch einen Vorfall das Kartenhaus der korrupten Polizisten einstürzt und die interne Ermittlung aufmerksam wird (Robert De Niro). Unser Kleinstadtpolizist muss sich jetzt entscheiden, bleibt er seinen „Freunden“ treu, oder steht er einmal im Leben für etwas ein?

Durch die hervorragenden Darstellungen von Keitel, Liotta und De Niro und auch das kriminelle Thema des Films, könnte es sich bei „Cop Land“ genauso gut um einen Gangsterfilm aus der Schmiede von Scorsese im Stil von „Good Fellas“, bzw. „Casino“ handeln.

Die wirkliche Überraschung des Films ist dann aber Sylvester Stallone, dem mit der Rolle des Sheriffs Freddy Heflin eine der besten, wenn nicht sogar DIE Beste, Darstellung seiner schauspielerischen Karriere nachgesagt wird.
Absolut konträr besetzt zu seinen üblichen Rollen als Action-Held, spielt er hier den leicht übergewichtigen, stets trottelig dreinblickend, halb tauben Sheriff, der von seinen Freunden nicht ernstgenommen wird und es im Leben auch nicht weit gebracht hat.


Stallone legte für diese Rolle 16 Kilo zu, durch eine stränge „Diät“, bei der er täglich extra große Pfannkuchen aß.
Der Film kostete 15 Mio. $. Stallone arbeitete für eine Minimalgage an dem Film mit.
Für seine Darstellung erhielt er 1997 die Auszeichnung als „Bester Schauspieler“ beim Stockholm Filmfestival.

Studiocanal veröffentlichte den Film bereits 2012 auf BD und DVD und im Jahre 2015 erneut in der vorliegenden Fassung.

Das DigiPack beinhaltet genau eine Blu-Ray, auf der der Film in der Kinofassung (KF) und dem Director’s Cut (DC) vorliegt.

Der DC ist 11 min länger, als die KF.
Spielt man die BD ab, kann man wählen, welche Fassung man sehen möchte.
Die erweiterten Szenen des DC sind nicht synchronisiert, sondern auf Englisch, mit deutschen Untertiteln.

Welche Version man bevorzugt muss jeder für sich entscheiden.
Ich persönlich empfand die Szenen des DC als ein wenig zusätzliche Erklärung zur KF.
Aber der Film funktioniert auch in der KF wunderbar.

Die Bildqualität der BD ist einwandfrei.
Codiert in AVC, mit einer ca. durchschnittlichen Bitrate von 14 Mbps.

Das Digipak ist schlicht gehalten.
Das Artwork der Vorderseite unterscheidet sich vom Artwork der normalen BD, welches sich am originalen Filmplakat orientiert.
Die FSK Freigabe ist aufgedruckt und kann nicht entfernt werden.
Die Rückseite zeigt neben Szenenfotos, den Inhalt, Cast und Crew, die techn. Spezifikationen und das Bonus Material.

Innen:
Klappt man das Digipack auf, sieht man auf der Innenseite des Deckels ein Foto von Stallone.
Auf der Rückseite ein Zitat von Stallone zum Film.
Im Diskfach sitzt die BD in stabiler Halterung. Dahinter befindet sich kein weiteres Bild.
Die dritte Seite zeigt dann nur weitere Titel aus dieser „Der Spiegel“ und „Arthouse“ Reihe.

Diese inzwischen 4 Jahre alte VÖ war nur 1 € teurer als die normale BD Fassung. Daher habe ich sie bevorzugt.
Allerdings ist das DigiPack wirklich schlicht. Hier wäre Raum zur Entfaltung gewesen.
Trotzdem ist das DigiPack der Amaray vorzuziehen.

Der Film ist richtig gut und zeitlos. Seine 22 Jahre merkt man ihm nicht an. Außer vielleicht an den Schauspielern. Die sehen alle entsprechend jung aus und von einigen hat man in den letzten Jahren auch nicht mehr viel gehört.

Auf jeden Fall kann ich den Titel wärmstens empfehlen. Wer ihn nicht kennt, unbedingt schauen. Wer ihn kennt, unbedingt mal wieder schauen. :-)






Donnerstag, 19. September 2019

Rambo - Last Blood (2019) Filmkritik


Review – Rambo – Last Blood

Hoffentlich der letzte Teil

DIESE REVIEW ENTHÄLT SPOILER AUCH ZUM HANDLUNGSVERLAUF UND DEM ENDE!!!

Sylvester Stallone ist zurück in seiner Paraderolle des John Rambo.

Rambo fasziniert und beeinflusst das Action-Kino seit den frühen 80er Jahren, als John Rambo in „Rambo – First Blood“ zum ersten Mal auftauchte und als heimgekehrter Vietnamveteran, der im Heimatland nichts als Verachtung und Häme kassiert und sich zum Schluss gegen die Unterdrückung und Diskriminierung des örtlichen Sheriffs zur Wehr setzen muss.
Das Resultat sind ein Toter und eine zerstörte Kleinstadt.

Im Verlauf der 80er Jahre setzt Rambo seinen Siegeszug in zwei weiteren Filmen fort:
Rambo Teil 2, von 1985, der ihn wieder zurück nach Vietnam führt und 1988 Rambo Teil 3.
Diesmal muss sich John Rambo in Afghanistan gegen die Russen wehren.

Es wurde lange Stil um unseren Helden. Im Jahr 2008 erschien dann mit dem Titel „John Rambo“ ein vierter Teil. Diesmal spielte es nicht im Dschungel von Vietnam, sondern in Burma.
Dieser vierte Teil ist bisher in Deutschland nur in gekürzter Fassung zu erhalten, wegen des hohen Maßes an Blut und Gewalt, bzw. ist die ungekürzte Fassung auf Liste A indiziert.
Im deutschsprachigen Ausland hingegen bekommt man ihn auch ungekürzt.
Der Film ist eine Action-Granate, erbarmungslos hart geschnitten und brutal erzählt.
Stallone kehrt hier überzeugend und erfolgreich in die geliebte Rolle zurück.
Am Ende des Films geht er nach Hause zurück, in die USA, und man sieht am Ende und während des Abspanns, wie er auf seine (elterliche) Farm zugeht.

Vor einem ungefähr einem Jahr (Mai 2018) wurde zum ersten Mal ein weiterer Rambo Film von Sly Stallone angekündigt.
Die Prämisse war auch bald bekannt. Der, auch als solcher angekündigte, letzte Teil der Reihe sollte zu Hause spielen, in der Heimat  (USA) und nicht in irgendeinem Dschungel dieser Welt.
Die Gegner diesmal nicht irgendwelche Invasoren, Despoten, oder ähnliches, sondern eine mexikanische Bande von Drogendealern und Mädchenhändlern.

Wir treffen auf einen stark gealterten John Rambo. Stallone (73) gibt sich sichtlich Mühe der Rolle gerecht zu werden. Zum Glück bleibt er stets bekleidet.
Rambo hat sich auf diese Farm zurückgezogen (Bowie, Arizona) und beschäftigt sich sehr ausgiebig mit seinen Pferden.
Seine Vergangenheit hat an ihm nicht nur äußerliche, sondern auch innerliche Spuren hinterlassen, die er versucht mit Medikamenten im Zaum zu halten.

Er wohnt auf dieser Farm, zusammen mit einer mexikanischen Haushälterin und deren jugendlichen Nichte Gabrielle (Yvette Monreal).
 

 Die Eltern der jungen Frau sind lange verschwunden, der Vater abgehauen nach Mexiko, die Mutter verstorben.

Rambo lebt also friedlich hier mit seiner „Familie“, jedenfalls, nach eigener Aussage zum Schluss, die einzige, die er je hatte. Merkwürdiger Weise untergräbt er sein Anwesen mit einem Maulwurfartigen Höhlensystem, welchem im Showdown noch eine spezielle Aufgabe zu Teil wird.

Nun, es kommt wie es kommen muss: Die junge Frau reißt aus, um in Mexiko (in der nahe gelegen Grenzstadt) nach ihrem Vater zu suchen. Mit Hilfe einer Freundin in besagter Stadt findet sie ihn auch, wird von ihm erneut verstoßen und von ihrer „Freundin“ hintergangen und in einer Diskothek unter Drogeneinfluss an eingangs erwähnte Bande „vermittelt“.

Nach Tagen des Wartens macht sich Rambo dann auf den Weg, um sie zu finden und zu retten. Dies geschieht in typischer Manier, wie man sie aus dutzenden Filmen kennt, in denen ein starker Held, mit Kampftechnischem Hintergrund jemanden finden, bzw. befreien muss.
Zielsicher spurtet er hier vorwärts, um dann aber, kurz vor dem Ziel von der Übermacht der Gangster überwältigt zu werden. Gerettet wird er von einer Investigativ-Journalistin, die bereits eine Schwester an die Bande verloren hat. (Gespielt von Paz Vega)
Verletzt muss er sich zunächst kurieren, um dann zum vorbereiteten Gegenschlag auszuholen, sehr zum Leidwesen der Mädchenhändler, die unsere Protagonistin inzwischen unter Drogeneinfluss nicht nur missbraucht, sondern auch  entstellt haben.
Rambo findet sie, halb tot, und tritt mir ihr die Flucht in die Heimat an. Auf dem Weg nach Hause erliegt sie ihren Verletzungen.

Jetzt startet das typische Aufrüsten, wie man es aus den früheren Rambo- und zahllosen 80er-Actionfilmen gewohnt ist.

Er präpariert außerdem seine ganze Farm, vornehmlich das Gelände und die Tunnel, mit Sprengstoff, Benzin, Mienen, Fallgruben, Spießen und Waffen. Das Arsenal lässt sich wirklich sehen.
Seine Haushälterin hat ihn mittlerweile verlassen, was für sie auch gut ist.

Er fährt nach Mexiko und richtet einige der Bandenmitglieder  hin, vor allem den Bruder des Anführers. Und flüchtet dann, unter hinterlassen genügender Hinweise (Foto des Mädchens an der enthaupteten Leiche und der blutige Kopf auf der Straße Richtung Heimat.)
Der Plan geht auf. Die Gangster folgen ihm in großer Schar über die Grenze und zu seiner Farm (in Arizona).

In den letzten 20 Minuten des Films wird jetzt ein Showdown Feuerwerk vom Feinsten abgefackelt.
Der Film bekam nicht zu Unrecht in den USA ein R-Rating und bei uns eine Freigabe ab 18, ungeschnitten.
An Schauwerten und Einfallsreichtum mangelt es nicht.

Zurück bleibt eine Unzahl an „geschlachteten“ Gegnern. Besonders der Tod des Anführers, dem sprichwörtlich das Herz raus gerissen wird, ist grandios.

Zum Schluss sitzt ein stark verletzter Rambo (Bauchschuss, Brustschuss) auf seiner Veranda im Schaukelstuhl und sinniert über seine Vergangenheit.

Die Kamera hebt ab und entfernt sich von  unserem Protagonisten und der Farm im langsamen Flug nach oben und beginnendem Abspann. (Entgegengesetzt dem Outro des vierten Teils)

Ob Rambo stirbt, oder überlebt, bleibt offen. Schwer verletzt war er früher schon häufig. Andererseits bleiben seine Worte im Gedächtnis, welche entweder darauf hindeuten, dass er aufhört, oder stirbt. Wir werden es sehen.

Rambo – Last Blood ist nun wirklich kein typischer Rambo Film.
Von Beginn an musste ich an einen „normalen“ Vigilante Filme, bzw. Selbstjustiz Film im Sinne von Death Wish , Taken, oder auch John Wick denken, anstatt an einen Rambo Film.
Weder die Umgebung, noch die Handlung und schon gar nicht die Gegner sind „Rambo“ typisch.

Bezüglich der Entstehungskosten dürfte sich der Film auch im Rahmen gehalten haben. Dies ist an den Settings und eingesetzten Mitteln durchaus zu sehen, meiner Meinung nach aber auch eine logische Entscheidung hinsichtlich des möglichen Erfolges des Films.
Es wird sich nämlich jetzt mit dem Kinostart zeigen müssen, ob es sich bei dem Film nur um Fanservice handelt, oder das Potential hat bisherige Nicht-Rambo-Fans zu begeistern.

Ich bin großer Rambo Fan der ersten Stunde. Auch die 4K-Restaurierung der ersten drei Teile habe ich mir zugelegt und geschaut und empfand die Filme auch nach all den Jahren noch sehr gut.
Der vierte Teil befindet sich ungekürzt in meinem Besitz und macht auch nur in dieser Form richtig Spaß. Ach ja, von dem vierten Teil gibt es ja auch noch den Director’s Cut. Den habe ich mir bis heute nicht angeschaut.

Der vorliegende 5 Rambo: Last Blood ist ein gut gemachtes Selbstjustiz-Action-Rächer Film-Biest, welches allerdings selbst in dem Bereich nichts inhaltlich Neues bietet.
Als Rambo Film versucht er vielleicht einen neuen Weg zu gehen, aber leider auf einem bereits sehr ausgetrampelten Pfad. Trotzdem wird hier in der relativ kurzen Laufzeit von 89 min (ohne Abspann)
ein brutaler, grausamer und sehr Action reicher und nie langatmiger Beitrag zum Genre gemacht, der sich hinter zuvor genannten Titel (John Wick, Taken, Death Wish, u.ä.) nicht zu verstecken braucht.
Action-Technisch wird die Latte sehr hoch gelegt, ohne Teil 4 zu übertreffen, und Rambo darf zeigen was er wirklich ist:
Eine schonungslose Tötungsmaschine, die mit Messern und Schusswaffen am besten arbeitet.

Rambo – Last Blood
USA, 2019
Regie: Adrien Grunberg
Script: Sylvester Stallone, Matthew Cirulnick
Haupt: Sylvester Stallone, Paz Vega, Yvette Monreal
Laufzeit: 101 min
Genre: Action,Adventure,Thriller
Kinostart: 19. September 2019 (Deutschland)
Freigabe Kino: FSK 18, ungekürzt


Mittwoch, 11. September 2019

Rode Videomicro Test und Review



Anbei das aktuelle Review  zum Rode Videomicro. Veröffentlicht auf unserem Netzwerk Kanal:
"Joe Dominges Technik Reviews"

Viel Spaß

Zugelegt habe ich mir das Rode VideoMicro als Ergänzung zu meiner Canon M50.
Deren internes Micro funktioniert, nimmt aber viel zu viele Umgebungsgeräusche, inklusive Geräusche der Kamera und des Objektivs, auf.

Mit Rode Mikrofonen habe ich bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich habe 2 verschiedene bereits im Einsatz.
Daher war auch in diesem Fall das Rode Micro meine erste Wahl. Hinzu kam der günstige Preis.

Lieferumfang:
1 Mikrofon
1 Rycote Lyre-Aufhängung (rot)
1 Anschlusskabel (rot)
1 Windschutz
1 Kurzanleitung
1 Garantiekarte für Produktregistrierung.

Das Ganze ist sehr stabil in einer Plastikschachtel verpackt. Kein Blister, sondern einfach leicht zusammengeschobene Schalen. Sehr löblich.

Montage:
Es liegt eine Kurzanleitung bei. Diese ist gut bebildert und erklärt nicht nur die einzelnen Komponenten und deren Montage, sondern weist auch darauf hin, den Lautstärkepegel der Kamera anzupassen.
Die Montage ist aber wirklich selbsterklärend und in einer Minute erledigt.
Dass man den Lautstärkepegel kontrolliert und ggf. anpasst, war mir auch bewusst von meinen anderen Kameras. Hierdurch wird auch jedwedes mögliche Mikrofonrauschen (konnte ich nicht feststellen) eliminiert.

Einstellungen:
Das Mikrofon wurde von der M50 direkt erkannt und es musste nichts extra eingestellt werden.
Allerdings habe ich, wie oben beschrieben, den Lautstärkepegel angepasst (nach unten korrigiert).
Das Mikrofon braucht keine Batterie, sondern wird von der Kamera gespeist. Hier sollte man vor dem Kauf seine Kamera auf Tauglichkeit prüfen.

Qualität:
Erster kurzer Test: meinen Sohn in der Küche gefilmt, Radio im Hintergrund, Mutter und Tochter in der Nähe.
Mit dem M50 internen Mikro hört man alle Geräusche, inkl. Einstellungen an der Kamera, ungefähr gleich laut, was zur Folge hat, das mein Sohn so gut wie nicht zu verstehen ist.

Mit dem Rode Mikro, das sich nach vorne orientiert, sind zwar Radio und andere Personen noch zu hören, aber eben nicht im Vordergrund, sondern irgendwo hinten, nicht mehr störend. Die Geräusche der Kamera, z.B. Einstellungen am Objektiv ändern, etc. sind NICHT mehr zu hören.
Mein Sohn ist einwandfrei zu verstehen.
Und so erreiche ich mit diesem Mikro genau das, was ich möchte.

Ich hatte z. B. das Problem bei einer Aufnahme, das mein Atmen stets aufgenommen wurde.
Das hat die komplette Aufnahme gestört. Wer  will denn diese asthmatische Keuchen die ganze Zeit im Ohr haben? ;)
Wie gesagt, mit diesem Mikro entfallen die ungewollten Geräusche komplett.

Was mir nicht gefällt:
Dass man die Farbe nicht wählen kann.
Dass kein Aufbewahrungsbeutel dabei ist.
Dass der Windfang so groß ist.
Bei der M50 ist der Mikrofonanschluss auf derselben Seite wie der ausklappbare Bildschirm.
Ist das Micro eingesteckt, lässt sich der Bildschirm zwar noch komplett aufklappen, aber nicht mehr drehen.
Bei Innenaufnahmen habe ich keinen Unterschied gehört, ob mit, oder ohne Pudel/Deadcat aufgenommen wurde.
Ein Windtest folgt, sobald möglich. Dieser wird hier entsprechend eingetragen.

Preis/Leistung passt. Für den beabsichtigten Einsatzzweck, YT und Urlaubsvideos, einwandfrei.
Bisher bin ich sehr zufrieden und kann nicht anders als volle Punktzahl geben.


Ein Windtest wurde inzwischen auch erfolgreich absolviert (siehe Video). Dem Filmspaß steht nun nichts mehr im Wege.
🙂