Dienstag, 3. März 2020

Waterworld (1995) UHD-BD Review

Rezension bezieht sich auf die UHD-BD in der Amaray Verpackung

Von Kevin Costners „Waterworld“, aus dem Jahre 1995, kann man halten, was man will.
Ich sah und sehe diesen damals überteuerten und nicht sonderlich erfolgreichen Endzeit Actioner immer wieder gerne, was nicht zuletzt auch an der unverfroren albernen Darstellung liegt.
Wer den Film also mag und bisher nur die, ebenfalls enthaltene, traurige BD Variante von 2009!! hat, kann hier getrost updaten und bekommt den  Film in der z.Zt. besten Qualität geboten.

Die Amaray bietet ein Wendecover, ohne FSK Aufdruck.
Enthalten sind die UHD-BD von 2019 und die BD von 2009.

Die Bildqualität:
Der Film wurde für die UHD-BD in 4K gescannt, es liegt also natives UHD vor.
Es kommt HDR10 zum  Einsatz, mit erweitertem Farbraum Rec2020.
Der Film hat durch die unterschiedlich schwierigen Produktionsumstände von jeher unterschiedliche Bildqualität und das macht sich auch auf der UHD-BD bemerkbar.
Da sind, vornehmlich, die Großaufnahmen in gestochen scharfen Bildern, wie man sie sich von der UHD nur wünschen kann, mit tollen Farben, sowohl beim Himmel als auch beim Wasser und die Haut der Protagonisten. Dann ändert sich die Bildqualität zu blassen und verwaschenen Farben bei anderen Einstellungen und teilweise unscharfe Aufnahmen von Totalen.
Insgesamt übertrifft die UHD-BD aber bei Weitem die Qualität der BD (2009), die zwar bereits in AVC codiert ist, mit einer durchschnittlichen Bitrate von 30 Mbps.
Die UHD bietet bei einer durchschnittlichen Bitrate von 40 und in Spitzen bis zu 86 Mbps und durch den Einsatz von HDR und Rec2020 das bessere Bild. Auch in dunklen Szenen kann die UHD überzeugen: Der Schwarzwert ist hoch, ohne dass Details verloren gehen.

Der Ton liegt auf der UHD-BD in Deutsch und Englisch in DTS:X vor, welches ich nicht testen kann.
Ebenfalls gibt es den Ton in DTS-HD MA 7.1 mit bis zu 9 Mbps in Deutsch und Englisch.
Auf der BD liegt der Ton in DTS-HD MA 5.1 auf Englisch und DTS 5.1 auf Deutsch vor.

Extras sucht man auf der veralteten Blu-Ray vergebens. Hier gibt’s nur den Trailer, ein nicht mehr funktionierendes BD-Live und „Meine Szenen“ zum selber zusammenstellen.
Als Extra auf der UHD-BD findet sich die US-TV Fassung des Films, mit einer Laufzeit von 176 min, allerdings nur in HD und mit geringer Bandbreite von durchschnittlich 15 Mbps. Die Qualität ist entsprechend schlecht. Sogar das Bild der alten BD ist hier besser. Es handelt sich um die TV Fassung, mit den entsprechenden Kürzungen in manchen Szenen. Also nicht um den Ullyses Cut, welche z.B. beim Arrow Release von 2019 enthalten ist.



Der Film ist aus den USA, 1995
Regie: Kevin Reynolds
Hauptrolle: Kevin Costner, Dennis Hopper, Jean Tripplehorn
Laufzeit: 135 min
AR: 1.85:1
Ton: UHD: DTS:X, BD: DTS-HDMA 5.1 (Englisch), DTS 5.1 (Deutsch)

Kosten: 175 Mio $
Erfolg:  264 Mio $
(Quelle: Boxofficemojo, nicht inflationsbereinigt)

Kevin Costners Endzeitepos über eine Welt, die vom Meer überflutet wurde, da durch Jahrhunderte lange Klimaerwärmung die Pole geschmolzen sind, in der sich die letzten Überlebenden auf selbstgebauten Atollen zusammenraufen, bzw. als einsame „Drifter“ über die Meere ziehen.
Sie alle stehen der Gefahr durch die „Smoker“ gegebenüber, Piraten angeführt von Deacon (Dennis Hopper).
Costner verkörpert den „Mariner“, eine menschliche Mutation, der in der Lage ist, unter Wasser zu atmen, wird zur letzten Hoffnung für eine Handvoll Überlebender auf der Suche nach dem letzten Stück Land, genannt „Dryland“.

Die Produktionsgeschichte ist hinlänglich bekannt: Ursprünglich mit einem Budget von 100 Mio$ geplant, explodierten die Kosten durch die schwierigen Produktionsumstände auf dem Wasser zu 175 Mio $ und machten den Film seinerzeit zum bis dato teuersten Film.

Querelen hinter der Kamera führten zur Kündigung des Regisseurs Kevin Reynolds, dessen Platz daraufhin Kevin Costner übernahm. Aus der ursprünglichen ca. 170 min langen Fassung wurde die bekannte Kino Version mit 135 min Laufzeit.

Allzu erfolgreich war der Film im Kino dann auch nicht.

Die Langfassung tauchte später aber als US-TV Fassung auf, allerdings gekürzt bei z.B. Gewaltspitzen, oder Schimpfwörtern.
Es gibt eine dritte Variante, den sogenannten Ullyses Cut, der auf der Langfassung beruht, aber die Kürzungen wieder eingefügt wurden.
Es ist also die längste und ungekürzte Fassung des Films.
Dieser inoffizielle Fan Cut fand seine VÖ Anfang 2019 in dem remasterten Release von Arrow Video (England).

Im  Fazit sah der Film noch nie besser aus als auf dieser UHD-BD.
Schade, dass das neue 4K Master nicht auch gleich für eine neue BD verwendet wurde, sondern nur die uralt Scheibe von 2009 beigefügt wird.
Ebenfalls schade, wenn schon der US-TV Cut beigefügt wird, warum dann bitte nicht auf einer zusätzlichen Disk, in entsprechend guter Qualität? Eine Deutsche Synchronisation hätte auch nicht geschadet.
Also, wieder mal nur so ein halbgares Release. Für mich empfehlenswert bei entsprechend günstigem Preis.





Samstag, 8. Februar 2020

ES Kapitel 2 (2019) UHD-BD Steelbook Review

Top Steelbook zu einem Wahnsinns Film


ES Kapitel 2 UHD-BD Steelbook

ES Kapitel 2
USA, 2019
Hauptrollen: James McAvoy, Jessica Chastain, Bill Hader, Isaiah Mustafa, Jay Rayn, u.a.
                     Finn Wolfhard, Sophia Lillis, Jaeden Martell, Chosen Jacobs, Jeremy Ray Taylor, u.a.
Regie: Andy Muschietti
Laufzeit: 169 min
AR: 2.39:1 (16:9)
Ton: Dolby Atmos deutsch /englisch
Digital Intermediate: 2K
FSK: ab 16
Vertrieb: Warner
Kino VÖ: 05. September 2019
Heimkino VÖ: 23. Januar 2020

ES Kapitel 2 ist die direkte Fortsetzung von ES (2017).
Die Stephen King Geschichte wurde aufgeteilt. Während das Buch zwischen den 50er Jahren und den 80er Jahren, also während den Kinderjahren und den Erwachsenenjahren wechselt,
konzentriert sich der erste Film nur auf die Kinderjahre, während der zweite Teil zwischen den Erwachsenen- und den Kinderjahren wechselt und damit dem Buch noch näher kommt.
Die Protagonisten des ersten Teils spielen allesamt erneut mit. Ihre entsprechend in den vergangenen zwei Jahren gereiften Gesichter wurden durch „de-aging“ digital angepasst,
um deren Alter und Aussehen des ersten Films zu erhalten.
Die Erwachsenen Rollen werden genial gespielt von
James McAvoy, Jessica Chastain, Bill Hader, Isaiah Mustafa, Jay Rayn, u.a.
Und Bill Skarsgard spielt erneut die Rolle des Pennywise.

Der Film setzt die Geschichte von Stephen King sehr gut um. Es fehlen keine wichtigen Details. Ja, sicher, das ein oder andere wurde weggelassen, dafür aber der Schluss ein wenig verändert,
was auch zu entsprechenden Diskussionen führte. (Briefe von Stan)
Insgesamt finde ich den Film aber stimmig und war nicht so negativ überrascht wie beim ersten Sichten des ersten Teils. Da musste ich mich an die Erzählweise des Regisseurs noch gewöhnen.
Beim vorliegenden Teil funktionierte das erheblich besser.
Inzwischen liegen mir beide Teile am Herzen und sind für mich eine weitestgehend gelungene Umsetzung des King Klassikers.
Ebenfalls finde ich es gut, dass man sich hier Zeit ließ, was auch an der Laufzeit von 169 min durchaus zu erkennen ist. Allerdings braucht die Geschichte auch Zeit, um ordentlich erzählt zu werden.
Schauspieler, Dialoge, Kamera, Schnitt, Sound….hier stimmt eigentlich alles. Umso erstaunlicher ist es, dass dieser Film den Erfolg des ersten Teils nicht ganz wiederholen konnte.



Einspiel- und Kostenvergleich:  Kosten Kinoergebnis (weltweit)
Kapitel 1         35 Mio $ 701 Mio $
Kapitel 2         79 Mio $ 473 Mio $

Der Film erschien, u.a., auf UHD-BD im Steelbook. Dieses gab es bei Amazon ausschließlich in der ca. 250 Euro teuren Sammleredition, mit Figur (Pennywise).
MediaMarkt und Saturn verkauften diese Steelbookvariante auch einzeln zu 37,- Euro.
Es gibt eine weitere Steelbookvariante, mit anderem Artwork, aber nur auf Blu-Ray.
Die UHD-BD Steelbook Variante fand großen Anklang und war recht schnell, in wenigen Tagen, vergriffen. Nur um dann, natürlich, zu völlig überzogenen Preisen bei ebay und Konsorten aufzutauchen.
Ebenso wie die Sammler Edition, die kurzzeitig zu Mondpreisen von 400,- Euro auf Amazon Marketplace auftauchte.
Aus dem Blu-Ray Steelbook des ersten Teils, für das ich bei VÖ beim MM 23,- Euro bezahlte, wurde übrigens leider kein Sammlerobjekt. Dieses bekommt man heutzutage immer noch und zwar für 11 Euro.
Schade. Naja, vielleicht ergeht es dem vorliegen SB besser. Oder man bekommt es dann bald auch recht günstig.
Wobei, hier handelt es sich ja um das UHD-BD Steelbook. Dieses vom ersten Teil ist auch heute bei Amazon noch, mit über 30 Euro, recht teuer.

Egal.

Was wird geboten?
Auf dem SB klebt eine J-Card, mit Klebepunkten befestigt, welche sich leicht und vor allem rückstandlos, entfernen lässt.
Die J-Card informiert vorne über FSK, HDR und den Inhalt, nämlich ein drei-Disk-Set, bestehend aus UHD, BD und Bonus BD.
Die Rückseite der J-Card bietet die üblichen und nötigen Infos über den Inhalt des Films, das Bonus-Material, Cast und Crew, die technischen Spezifikationen und das Kleingedruckte.
Das Steelbook ist recht schick gestaltet:
Ein Bild, ein wenig im Comic-Stil verfremdet, zeigt in der Mitte Pennywise in einer riesigen Kanalisation, in übermenschlicher Größe. Daneben, auf der Front unsere Protagonisten als Erwachsene,
auf der Rückseite die Protagonisten als Kinder.
Drumherum die wichtigen roten Luftballons.
Dieses Bild bedeckt das gesamte SB, inkl. Spine.
Auf der Front gibt es zusätzlich geprägte Elemente, sehr schön gemacht, um Pennywise, den Kanal, die Luftballons und den ES Schriftzug herum.
Auf der Rückseite sind dann nochmal Cast und Crew aufgedruckt.
Der Spine zeigt den Titel und das UHD-, als auch das WB Logo.
Die drei enthaltenen Disks haben das gleiche Cover-Design: Schwarz, mit rotem ES Schriftzug.
Der Innendruck zeigt das lächelnde Gesicht von Pennywise. Dies ist über beide Hintergrundseiten durchgehend verteilt.
Das SB ist in seiner Machart stabil. Der Druck macht einen guten Eindruck. Die Diskhalterungen sind ebenfalls stabil.
Alles in allem, und gerade durch die Prägungen auf der Front, ein ansehnliches Steelbook.



Die Bildqualität:
UHD-BD (H265/HEVC)
Der Film wurde in 2.8 K und 3.4 K gedreht und für die Verarbeitung ein 2K Digital Intermediat erstellt.
Dieses dient als Grundlage für das Kino-Release, als auch für das Heimkino-Release.
Für die UHD-BD wurde das Material entsprechend hochskaliert und so hat die UHD gegenüber der BD keinen reellen Schärfevorteil.
Die UHD bietet, neben dem Standard HDR10, auch noch HDR10+ und Dolby Vision.
Gleich in der Eröffnungsszene die die Bildrate mit durchschnittlich 60 Mbps in die Vollen.
Das leicht rötliche Bild vom Rückblick auf die Kinderjahre und den verabredeten Schwur ist sehr scharf und detailliert.
Sprung nächstes Kapitel: 27 Jahre später. Rummelplatzüberflug bei Nacht:
Hier knallt jetzt auch das HDR und der erweiterte Farbraum BT2020 so richtig rein: Bunte Spitzenlichter, viele Details, sehr scharfes Bild und sattes Schwarz.
Generell, in dunklen Szenen saufen Details teils ab. Manche Szenen wirken nicht so farbenfroh wie anderen, sondern eher blass. (Beth und Vater Szene, ca. 20. Min)
Andere Nachtszenen (Rummelplatz) wie z.B. ca. 27 min Beth und Ben, sind einwandfrei, so auch die Farben der Aquarien in dem China Restaurant.
Farben und Kontraste während dem China Essen sind grandios.
Die Bildqualität schwankt ein wenig. Außenaufnahmen sind in der Regel besser als Innenaufnahmen.

Blu-Ray (AVC)
Das Bild ist scharf und detailreich. Die Farben sind nicht ganz so stark wie bei der UHD. Auch der Kontrast fällt stellenweise geringer aus.
Trotzdem bietet die BD ein verdammt gutes Bild, mit einer durchschnittlichen ca. Übertragungsrate von 23 Mbps.
Wer also nur die Blu-Ray, schaut den Film in sehr guter Qualität.
Zu bevorzugen ist aber die UHD-BD, die trotz 4K Upscale das etwas schärfere und detailreichere Bild bietet. Durch HDR und den erweiterten Farbraum erscheinen hier auch die Farben ein weniger kräftiger.
Der Kontrast der UHD ist stärker, dafür saufen schon mal Details in dunklen Szenen ab. Das passiert bei der BD nicht.

Der Ton
Beim Ton muss man genau aufpassen:
Die UHD-BD bietet den Ton, u.a., in Dolby Atmos True HD auf Deutsch und Englisch.
Die Blu-Ray hingegen bietet den Ton, u.a. Dolby Atmos True HD auf Deutsch, jedoch nur Dolby Atmos Dolby Digital Plus auf Englisch.
Warner waren also so großzügig die Deutsche Tonspur auf der BD zu bevorzugen.
Der Dolby Atmos Ton der UHD-BD ist sehr gut und sehr basslastig.
Die Stimmen bleiben klar im Center, während Effekte und Score rundherum verteilt werden. Je nach Szene und Bedarf, mehr, oder weniger.
Ich kann Dolby Atmos ausschließlich auf meiner Samsung Soundbar testen. Hier macht der Ton eine hervorragende Figur und sehr viel Spaß und unterstreicht  vor allem die bösen und heimtückischen Momente sehr.

Extras werden auch geboten und  zwar nur auf der Blu-Ray:
- Dokumentationen: Die Sommer von ES: Kapitel 1: Du fliegst auch! Und Kapitel 2: ES endet
- Hinter den Kulissen Featurettes: Die Sitzung des Clubs der Verlierer, Pennywise kehrt zurück, Auf der Suche nach den Totenlichtern.
- Audiokommentar von Regisseur Andy Muschietti

Fazit:
Lohnenswertes Steelbook. Sehr gut umgesetzte Stephen King Verfilmung. Top Schauspieler und Spannung. Nicht umsonst mit einer Freigabe ab 16 bei uns, da es doch häufig recht blutig zugeht.
Ich kann mich nicht erinnern, bei einer Stephen King Verfilmung schon mal so häufig Gänsehaut bekommen zu haben. Vielen Dank.

ES Kapitel 2 (2019) UHD-BD Steelbook Review






Montag, 13. Januar 2020

John Wick Kapitel 3: Parabellum (2019) in der UHD-BD Steelbook Review

Top Film, super UHD-BD, trotz 2K DI und sehr guter Ton


John Wick Chapter 3 – Parabellum (2019) UHD-BD Steelbook Review

John Wick Chapter 3 USA 2019
Hauptrolle: Keanu Reeves, Ian McShane, Halle Berry
Regie: Chad Stahelski
Musik: Tyler Bates und Joel J. Richard
Kinostart Deutschland: 23. Mai 2019
Heimkino: 04. Oktober 2019

John Wick CH3 Parabellum setzt die Geschichte von John Wick fort, die 2014 mit dem gleichnamigen Film begann.
Vielleicht vom Erfolg überrascht, bescherte der Film eine weitere Paraderolle für Keanu Reeves.

Im dritten Teil verfolgen wir weiterhin die „Abenteuer“ des Auftragkillers John Wick, der sich in dieser Parallelwelt des Verbrechens bewegt, welches seine ganz eigenen Regeln, Gesetze und vor allem Wertschätzungen hat. Diese Parallelwelt existiert zwar mitten unter uns und könnte dennoch nicht weiter entfernt sein.
Eine Welt der Verbrecher, Gangster, organisierte Kriminalität, Mobster, etc, und trotzdem alles mit einander verwoben unter dem Schutz, Deckmantel, Codex, wie man es auch nennen mag, der „Hohen Kammer“.

John Wick, einst ein strahlender Held in dieser Welt, schaffte, was nie einer schaffte, nämlich den Ausstieg und im ersten Teil die selbsterklärte Rückkehr, in die Welt, die er für seine Frau und seinen Frieden so gerne verlassen hatte, um Rache zu üben, an den Frevlern, die seine eigene Interpretation von Recht und Ordnung UND Gewalt nicht respektieren konnten.
Nun, sie zahlten und zahlen ALLE dafür.

Eine Geschichte, im ersten Teil begonnen, im zweiten Teil grandios fortgeführt, erlebt im dritten Teil ihren, zumindest zur Zeit, Höhepunkt in einer durchgestylten, genial choreographierten und super brutalen blutigen Gewaltorgie. Mit Überlänge.
John Wick Teil Drei führt uns nicht nur tiefer in diese Schattenwelt ein, sondern erlaubt uns durch sein lange Laufzeit von 132 min den bisher intensivsten Einblick.
Lang, ohne langweilig zu sein, lernen wir mehr und mehr über diese Welt in der Welt kennen. Wir begleiten unseren Protagonisten auf seiner Reise und Suche und natürlich Flucht vor den eigens anerkannten Gesetzen.


Musik:
Vom ersten Teil an war Tyler Bates am Soundtrack beteiligt.
Tyler Bates ist nicht nur bekannt für weitere Film- bzw. Seriensoundtracks (z.B. Salem).
Wem der Industrial Metall irgendwie vertraut vorkommt, muss nicht lange suchen:
Tyler Bates ist Lead Gitarrist und Song Schreiber bei Marilyn Manson.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass zumindest im ersten John Wick Film
auch ein Manson Song zum Einsatz kommt, und das gleich 2mal: „Killing Strangers“, vom damaligen aktuellen Album „Pale Emperor“. Bates behält seinen Stil im dritten John Wick Film bei. Manson Songs sucht man aber vergebens.

Der Titel „Parabellum“ rührt her vom lateinischen Ausspruch: „si vis pacem para bellum“:  „wenn du Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor“. (Wikipedia)

Die UHD-BD in der Steelbook Edition.
Inhalt:
UHD-BD
BD

Das Steelbook ist beklebt mit einer C-Card, die nach dem ersten Lösen nicht mehr wirklich hält.
Die Vorderseite der C-Card verweist im oberen Teil auf 4K Ultra HD + Blu-Ray
darunter den Titel und den Hinweis, es handelt sich um eine „Limited Edition“ „2 Discs im Steebook
Der untere Teil zeigt das FSK Logo „Ab 18“, der Verweis auf HDR und Details zu Ausstattung und 
Ton.

Die Rückseite der C-Card enthält dann die üblichen Information zum Filminhalt, den Special Features, die Hauptdarsteller, je mit Bild, die Cast and Crew, die technischen Infos der UHD und der BD und das übliche Kleingedruckte.

Steelbook Front:
Ein zurückblickender John Wick, umzingelt von Waffen, vornehmlich Lila und Rot Tönen. Darüber der Titel des Films: John 3 Wick
Es ist recht matt gehalten. Glanzeffekte gibt es keine. Ein wenig Schimmern in den rötlichen, oder vielleicht eher leicht Rosa anmutenden, Elementen. Keine Prägung.

Der Spine zeigt nochmal den Titel: John Wick Chapter 3

Die Rückseite zeigt ein geniales Porträt von John Wick in einem Stil, weiß nicht genau, ist das Öl-Gemälde, oder eher Wasserfarbe, jedenfalls sieht es bärenstark aus und wiederholt die Farben der Forderseite, viel Rötlich und Bläulich.

Innen:
Hier wurde etwas besonders schönes und stimmiges entworfen.
Das durchgehende Hintergrundbild zeigt eine fiktive Szene aus der Lobby des Continental:
Die Couch mit den wichtigsten Haupt- und Nebenrollen des Films, sitzend, oder stehend.
Und genau dieses Bild, anteilig, übertragen auf die UHD-BD und die daneben liegende BD, sodass es aussieht, als zeigten die beiden CDs Ausschnitte aus dem Backprint.
Das ist hervorragend gemacht und eine sehr, einerseits clevere, weil designtechnisch einfache Lösung, andererseits genial gelöst, um beiden CDs ein eigenes Artwork zu geben, ohne das Gesamtbild aus den Augen zu verlieren.

Bild: AR 2.40:1 (UHD-BD: HEVC codiert) (BD: AVC codiert)
Die UHD bietet das Bild, neben HDR10 auch Dolby Vision.

Ton:  UHD-BD: dt en Dolby Atmos, BD: dt en DTS-HD Master 7.1

Extras:
77 Minuten Bonus Material

Die Bildqualität der UHD-BD:
gefilmt mit Arri Alexa SXT Plus und Arri Alexa Mini Kameras in 3.2 K Auflösung, entstand ein 2K Digital Intermediate, welches als Grundlage aller Releases gilt.
Durch das 2K DI hat die UHD keinen realen Qualitätsvorteil gegenüber der BD.
Jedoch:
Die UHD präsentiert ein sehr scharfes und kontraststarkes Bild. Der Einsatz von HDR (Dolby Vision kann ich nicht testen) beschert den Farben und den häufigen Spitzenlichtern ein hervorragende Darstellung.
Das Bild bietet sattes Schwarz, ohne Details in dunklen Szenen zu verlieren.
Trotz des Upscales ist die Qualität des UHD Bildes beeindruckend.

BD Bildqualität:
Die Bildqualität der BD bewegt sich auf Top-Niveau. Die Details, Schärfe und Farben sind genial und stehen der UHD-BD nicht viel nach.
Die UHD-BD ist gefühlt einen Hauch schärfer und die Farben noch etwas kräftiger.
Durch das gute Upscale, welches moderne Geräte machen, ist der Unterschied zwischen beiden Formaten sehr gering.
Wer nur die BD hat, kann damit sehr zufrieden sein, zumindest hinsichtlich der Bildqualität.
Beim Ton ist es da ein wenig anders.

UHD-BD Ton:
dt en Dolby Atmos
Der Atmos Ton ist grandios.
Der Bass ist sehr ausgeprägt. An der ein-, oder anderen Stelle war er mir fast zu dominant.
Gleich in der Eröffnungsszene mit dem Gewitter in New York kommt Atmos von allen Seiten zum Einsatz. Regen und Donner werden teils über die Deckenkanäle wiedergegeben. Der Score wird sehr schön rundherum gelegt und teilweise auch aufgeschlüsselt, so dass z.B. ein Teil von vorne zu hören ist, während dann z.B. später einsetzende Gitarre von hinten zu hören ist.
Es macht einfach nur Spaß diesem Klang zu lauschen.
Stimmen bleiben dabei stets schön vorne.

Bei Kampfszenen, zumindest soweit ich das getestet habe, erste Szene in der Bibliothek, bleibt der Ton vollständig vorne. Allerdings hat diese Szene weder Score, noch andere Effekte.
Bei der darauf folgenden Motorradverfolgung ist es ähnlich.

Ich konnte mit meinen Geräten (Dolby Atmos Soundbar) keinen Unterschied zwischen der deutschen und der englischen Atmos Spur hören.


BD Ton:
Dt en DTS HD Master 7.1
Diese Tonspuren, deutsch und englisch, sind, verständlicher Weise, bei Weitem nicht so gut, wie die Atmos Spuren der UHD. Das wäre ja auch schlimm.
Dennoch lässt sich das DTS HD MA 7.1 sehr gut hören. Es ist leiser als die Atmos Spur und der Bass ist nicht ganz so aufdringlich.
Trotzdem werden alle Kanäle bedient und es entsteht ein sehr schöner räumlicher Klang.
Für die Kampfszenen ohne zusätzlichen Score, bzw. Effekte, gilt das Gleiche, wie bei der Atmos Spur.
Der Ton bleibt überwiegend, wenn nicht sogar völlig, vorne.

Auch hier gefielen mir die deutsche und die englisch Ton-Spur gleich gut. Sollte es dort Unterschiede geben, so konnte ich sie nicht hören.

Für den Ton gilt das Gleiche wie für das Bild:
Wer nur die BD zur Hand hat, bekommt einen sehr schönen Surround Sound geliefert, mit welchem sich der Film hervorragend genießen lässt.

Fazit: Top Empfehlung
Das UHD-BD Steelbook zu „John Wick Kapitel 3: Parabellum
ist von allen Gesichtspunkten her empfehlenswert:
Selbst wenn das Steelbook optisch Möglichkeiten wie Prägung, Glanzeffekte, o.ä. versäumt, sieht es dennoch gut aus und gewährt dem Film einen passenden Rahmen, vor allem durch das Innendesign.
Die UHD-BD ist, trotz 2KDI empfehlenswert. Farben und Ton überzeugen auf ganzer Linie.
Der Film selbst ist für mich bis jetzt der beste Teil der John Wick Reihe (die übrigens mit einem vierten Teil 2021 fortgesetzt werden soll).
Es gibt den Film auch als reines Blu-Ray Steelbook, mit dem gleichen Design.


                                               FSK:       Kosten:       globales Einspielergebnis:           Laufzeit              
John Wick    (2014)          (R) 16    20 Mio (US$)                     86 Mio (US$)               101 min

John Wick 2 (2017)          (R) 18    30 Mio (US$)                     171,5 Mio (US$)          122 min

John Wick 3 (2019)          (R) 18    n/a                                        326,7 Mio (US$)         131 min



John Wick Kapitel 3: Parabellum (2019) UHD-BD Steelbook Review

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Samstag, 26. Oktober 2019

Terminator: Dark Fate (2019) Filmkritik


Terminator: Dark Fate (2019) Review

Nicht wirklich schlecht, trotz wenig neuer Ideen



Nicht wirklich schlecht, trotz wenig neuer Ideen

DER FILM:
Terminator Dark Fate ist der 6. Teil im Terminator Franchise.
Sagen wir mal ab Teil 3 ging es mit dem Erfolg und der Zuschauerwertung relativ stark bergab.
War Teil 1 noch ab 18 (irgendwann früher mal, heute auch nicht mehr) freigegeben, wurden die Folgefilme Teil 2-4 ab 16 und Teil 5 bereits ab 12 freigegeben.
Hinsichtlich der FSK Freigabe sank nicht nur der Gewaltanteil im Film, sondern auch das Interesse des Publikums.
Dann entschloss sich James Cameron zurück zu kehren, wenn auch nur als Produzent. Die Regie überließ er Tim Miller (Deadpool).
Man entschied mit einem weiteren Film direkt an T2 anzuknüpfen. Dessen Erfolg und Reputation ist bis heute im Franchise unangetastet.
Nun mussten noch die Stars von damals her, vorneweg Linda Hamilton und natürlich durfte Arnold Schwarzenegger nicht fehlen.
Es kamen auch neue Gesichter hinzu in Form von Dani (Natalia Reyes) und die Terminatorin, mit Namen Grace,  gespielt von Mackenzie Davis.
Der aktuelle Bösewicht Terminator (ein Rev-9) (Gabriel Luna) knüpft an  den T1000 aus T2 an und ist nahezu unzerstörbar.
Genau diesen Aspekt empfand ich im Verlauf der Geschichte teils als nervig. Egal, was auch versucht wurde, diese Maschine lief weiter und erholte sich irgendwie immer wieder.
Dazu kam noch ein neuer Aspekt (SPOILER) hinsichtlich des Körpers. Mehr verrate ich nicht, aber dadurch wurden neue Möglichkeiten der Beweglichkeit und Einflussnahme des Terminators eröffnet.

INHALT:
Ab hier folgen Spoiler:
Im Prinzip entscheidet sich T6:DF die Handlung nach T2 neu zu gestalten und teilweise zu wiederholen.
Eine neue Halb-Terminatorin (Mackenzie Davis) wird aus der Zukunft geschickt, um eine Frau namens Dani (Natalia Reyes) vor einem bösen Terminator (Gabriel Luna) zu schützen.
 
Sarah Connor (L. Hamilton) hat es zwar geschafft in der Zukunft Skynet zu vernichten, allerdings verliert sie auch ihren Sohn John durch einen Terminatoren Angriff. (Hier im Rückblick ist übrigens der einzige Auftritt von John Conner ungefähr im Alter den er im T2 hatte, alias Edward Furlong, der also  nicht wirklich im Film auftritt. Ob die Szene mit alten Aufnahmen, Body Double, oder grandiosem de-aging gemacht wurde, kann ich sagen.)
Jetzt durchstreift sie die Welt auf der Jagd nach Terminatoren, wobei sie entsprechende Landekoordinaten von einem „Unbekannten“ stets rechtzeitig gesendet bekommt.
Die neue Halb-Terminatorin kennt Skynet überhaupt nicht. In ihrer Zukunft heißt der Gegner „Legion“, welcher nichts anderes als der Nachfolger von Skynet ist.
Ihre Aufgabe ist es Dani vor dem Terminator zu schützen, welche in diesem Fall nicht die Mutter des „Erlösers“ ist, sondern die „Erlöserin“, die Legion zu Fall bringen wird, selbst.

Schwarzenegger wiederholt seine klassische Rolle als Terminator, der allerdings in dieser Zukunftsform eine neue Variante bekommt.
Nicht nur ist er steter Infogeber für Sarah Connor, sondern er hat sich „weiterentwickelt“, durch den Fall von Skynet neue (moralische) Formen angenommen.
Er rettete einer Frau und ihrem Kind das Leben und lebt seither an ihrer Seite in einem kleinen Haus, mitten in Texas.
Wieso es keine körperliche Beziehung zu der Frau gibt wird auch schnell erklärt.

KRITIK:
Also, unseren „Terminator“ von früher erkennen wir nicht wieder. Gealtert, ergraut und vermenschlicht.
Von Sarah Connor gehasst, die sich in weiten Teilen des Films als einzig Wissende und einzig Fähige sieht, dem Unheil Einhalt zu gebieten. Dies ist Anfangs amüsant, später nervig. Zum Schluss revidiert es sich dann, wenn sie doch einsieht, dass sie alleine nicht alle retten kann.
Ihre Darstellung erinnerte mich sehr an Jamie Lee Curtis in Halloween (2018). Gealtert und unweigerlich beseelt vom Gedanken, etwas aus der Vergangenheit zu richten und gerade zu biegen, was vermutlich gar nicht mehr zu biegen ist, aber schön zeigt, wie verloren die eigene Seele auf der Suche nach dieser Erlösung ist.

Was nun die Grundhandlung des Films angeht:
Im Prinzip wird die Terminator Geschichte recycelt, mit neuen Figuren und den alten Figuren am Rande, die sich die neue Geschichte anschauen und dann versuchen sich einzufügen.
Ich musste während des Films sehr oft an T3 denken. An den erinnerte mich der Film am meisten.
An den Original T2 kommt er aber auch nicht in einer Sekunde heran. Ich glaube, das versucht er auch nicht wirklich.
Die Action stimmt, ist teilweise total over-the-top und der Showdown weckt dann wieder Erinnerungen an T2.
Auch musste ich an Expendables 3 denken, in dem sich  Alt und Jung zusammenfinden und die Chemie will  nicht so richtig passen. Den Eindruck hatte ich hier so ein wenig.

FAZIT:
Was unter dem Strich bleibt ist eine durchaus ansehnliche Terminator Fortsetzung.
Die Action stimmt, die Geschichte ist ok, teilweise verwirrend, aber was soll‘s.
Die Akteure sind ok, Hamilton und Schwarzenegger bringen hier mehr Retro-Charme, als das sie wirklich zur Fortführung der Handlung beitragen, trotzdem schön sie wiederzusehen.
Die neuen Akteure machen ihre Sache gut und lassen auf weitere Folgen hoffen.
Warum der Film in USA Rated R ist, habe ich nicht ganz verstanden. Vielleicht wegen Sarah Conners derber Sprache, aber wohl eher nicht wegen den Schauwerten. Das machte auf mich ein wenig den  Eindruck mit allen Mitteln ein R-Rated zu erreichen, nötig, oder nicht.
Ach ja, apropos Schauwerte….während bisher in den Terminator Filmen der Zeitsprung des Terminators stets auf dem Boden endete, haben sie hier Probleme…..unfreiwillig komisch landen die alle in der Luft und stürzen dann entsprechend. Naja.
Jetzt dürfen wir alle gespannt sein, inwieweit dieser Teil das Franchise wiederbelebt.
Nachdem der letzte Teil, „Genesis“, nur außerhalb USA erfolgreich war und dieser neue Teil erst in einer Woche in USA startet, was schon interessant ist, bin ich gespannt, ob sich „Dark Fate“ finanziell rechtfertigen wird.

Vergleich:                    Kosten –                    Einspiel im Kino (global, nicht inflationsbereinigt) und FSK
Terminator    (1984)  6,4 Mio$                    78 Mion $                           FSK 16
Terminator 2 (1991) 102 Mio $                  516 Mio $                            FSK 16
Terminator 3 (2003) 200 Mio $                  433 Mio $                            FSK 16
Terminator 4 (2009) 200 Mio $                  371 Mio $                            FSK 16
Terminator 5 (2015) 155 Mio $                  440 Mio $                            FSK 12

Terminator 6 (2019)                                                                               FSK 16

Donnerstag, 26. September 2019

Captain Marvel (2019) 3D-BD Steelbook Review

Durchschnittliche Geschichte in schöner 3D Präsentation

Review bezieht sich auf die 3D-BD/BD VÖ im Steelbook

Captain Marvel
Film: USA 2019
Disney/Marvel
Regie: Anna Boden, Ryan Fleck
Hauptdarsteller: Brie Larson, Jude Law, Samuel L. Jackson, Ben Mendelsohn, Annette Bening
Laufzeit: 124 min
Aspekt Ratio: BD 2.39:1 3D-BD: 2.39:1/1.90:1 (einige Szenen)
DI: 2K (vermutlich)
3D: konvertiert
Codec BD: AVC
Codec 3D-BD: MVC
Ton: 3D-BD/BD: Englisch DTS-HD MA 7.1, Deutsch Dolby Digital Plus 7.1
Kino: 07.03.2019 (Deutschland)
Heimkino: 18.07.2019 (Deutschland)
FSK: 12 Jahre
Kosten: 175 Mio $ (IMDB, geschätzt)
Erfolg Kino global: 1,128 Mrd. $ (boxofficemojo)

Steelbook:
Steckt im J-Card Schuber, welcher das FSK Logo zeigt (nicht entfernbar), den Titel und den Inhalt und sich im Design nahtlos in das Design der Steelbook Front einfügt.
Auf der Rückseite werden die ganzen Filmspezifischen Infos geboten, wie Inhalt, Cast and Crew, technischer Spezifikationen, etc.

Front: Zeigt, in schöner Patina-Optik, das geöffnete Tor eines Hangars, unsere Heldin und, ganz klein unten links, die Katze (Goose), der im Film eine besondere Bedeutung zukommt. (siehe auch Post-Credit Scene) ;)

Spine: Hier bereits, wie später auch beim Avengers Endgame Steelbook, wird wieder der Titel geschrieben, anstatt, wie jahrelang üblich, die kleinen Bildchen der Protagonisten zu zeigen.

Back: Schriftfrei (nur Marvel Logo und c 2019). 
geziert wird die Rückseite vom Bruststern von Captain Marvel. Die Rückseite ist ebenfalls in Patina-Optik.

Innen: 
3D-BD und BD, in Marvel üblichem Blau gehalten.
Durchgehender Innendruck von Captain Marvel auf der Leiter zum Cockpit.
Das Steelbook hat keinerlei Prägung.
Die Gestaltung ist schlicht. Im Laufe der Jahre gab es bei den MCU VÖ wesentlich schönere und aufwendigere Steelbooks.
Löblich: Der Titeldruck auf dem Spine.
Steelbook ist ok, insofern man es zu einem vernünftigen Preis bekommt.

Ton:
Auf beiden BDs, 3D und normale BD, liegt der Ton in Englisch DTS-HD MA 7.1 und Deutsch Dolby Digital 7.1 vor.
Getestet habe ich beide auf meiner Samsung Dolby Atmos Soundbar.
Der Englische Ton ist dem Deutschen Ton auf jeden Fall vorzuziehen. Der Surround Effekt ist besser und die Speaker werden gleichmäßiger angesprochen.
Der Deutsche Ton funktioniert, solange es im Film ruhig ist. Sobald es Actionreich wird, übersteuert der Subwoofer. Ich habe an derselben Stelle umgeschaltet ins Englische und da hat nichts übersteuert.
Dolby Atmos findet sich mal wieder nur auf der UHD-BD und auch nur in Englisch.

Bildqualität:
Obwohl hochauflösend produziert (gefilmt mit div. Kameras in 6,5K und 8K) scheint es nur ein 2K Digital Intermediate zu geben. Zumindest ist nichts anderes bei IMDB angegeben.

BD:
Die Bildqualtität ist einwandfrei.
Die Farben sind nicht aufdringlich, sobald es kracht und rumst explodieren aber auch die Farben.
Die durchschnittliche Übertragungsragte liegt bei ca. 33 Mbps, codiert in AVC.
Das Bild der BD empfand ich allgemein als dunkler, gegenüber der 3D-BD.
Die BD enthält KEINE IMAX Szenen, sondern wird durchgehen im AR 2.39:1 dargestellt.

Nur auf der BD sind die Extras enthalten:
. Featurettes
. zusätzliche Szenen
. Pannen vom Dreh
. Audiokommentar
Diese werden präsentiert in AVC, mit ca. 23 Mbps
Ich habe reingeschaut. Empfunden habe ich die gebotenen Infos als recht uninteressant und langweilig.

3D-BD:
Hier kommt die große Überraschung. Gleich die Eröffnungsszene wird in bildschirmfüllenden IMAX Format gezeigt. Und das ist in 3D einfach fantastisch, da die Immersion viel stärker ist. Obwohl der Film in 3D konvertiert wurde.
Der Film ist dafür gemacht in 3D geschaut zu werden und entfaltet in 3D auch ein anderes Potential als in 2D. Das Bildformat wechselt recht häufig, was prima ist.
Wird das Bild dann bildschirmfüllend dargestellt, ist der Einsatz von floating windows deutlich zu erkennen. Bei der widescreen Darstellung fällt das eher nicht auf. Das Seh-Vergnügen leidet nicht darunter.
Was mir ebenfalls auffiel, und das habe ich auch kurz in der dortigen Review erwähnt: Es gibt hier keinerlei Ghosting zu beklagen. Bei „Avengers Endgame“ ist mir Ghosting aufgefallen, als ich ihn in passiv 3D geschaut habe. Das ist bei „Captain Marvel“ überhaupt nicht der Fall.

Übertragungsrate: Codierung MVC ca. 32 (10) Mbps.
Für die Farben gilt das Gleiche wie für die BD. Sie sind ein wenig zurückhaltend, trumpfen aber in Effekt-Szenen richtig auf.
Apropos Effekte: Diese sind grandios. Vor allem in 3D und vor allem während der IMAX Szenen.
Auf Pop Outs wurde verzichtet, obwohl der Film in vielen Szenen Möglichkeiten dazu geboten hätte.
Chance leider verpasst.
Trotzdem ist diese 3D-VÖ gelungen, gerade wegen der IMAX Szenen.

Inhalt und Kritik:
Die Figur „Captain Marvel“ wird uns gerade noch rechtzeitig vor dem Kinostart von „Avengers Endgame“ präsentiert und das aus gutem Grund: In „Endgame“ trägt sie nämlich eine maßgebliche Rolle bei.
Es ist der 21. Film im MCU und der erste, dessen Hauptfigur eine Frau spielt.

Brie Larson, eine Schauspielerin, die ich seit „Kong: Skull Island“ gerne sehe, macht ihre Sache meiner Meinung nach ganz gut, sofern es die Rolle hergibt.
Mir hat sie jedenfalls die Figur der „Captain Marvel“ näher gebracht. 
Captain Marvel lebt in ihrer Welt (auf einem fernen Planeten bei den Kree) und hat ihre Vergangenheit vergessen. Die Geschichte spielt in den 90er Jahren.
Allerdings besitzt sie große physische Macht, die sie zu beherrschen versucht. Dabei unterstützt sie ihr Mentor, gespielt von Jude Law.
Im Laufe der Handlung erfährt sie immer mehr über ihre Vergangenheit, ihr wahres Ich und lernt und begreift, dass sie in einer, von ihr als Realität wahrgenommenen Lüge lebt und sie nicht einmal ihrem Mentor vertrauen kann.
Sie findet auf die Erde zurück, trifft auf den jungen Nick Fury (grandios: Samuel L Jackson), ergründet ihre Vergangenheit und hilft zum Schluss denen, von denen sie Jahrelang annahm, sie seien die Erzfeinde. Die Geschichte spielt lange vor den Ereignissen im MCU, zu einer Zeit, als Nick Fury noch beide Augen hat, jung war und noch nicht SHIELD geleitet hat.

Mit ihren nun voll entwickelten Kräften macht sie sich auf, nicht nur die Erde, ein paar Außerirdischen, sondern im ganzen Universum Hilfestellung zu leisten.
Zum Schluss des Films übergibt sie Nick Fury den Tessarakt zur Aufbewahrung und eine Art intergalaktischen Beeper, mit dem er sie zur Hilfe rufen kann, sollte das mal nötig sein.
Dass er das dann auch macht, sahen wir bereits in der End Credit Scene von „Infinity War“.

„Captain Marvel“ ist vielleicht nicht der beste Beitrag zum MCU, ergibt aber im Gesamtbild durchaus Sinn.
Wenn man Comicverfilmungen allgemein und im speziellen die von MCU mag, wird man auch mit Captain Marvel zurechtkommen. Dies gilt besonders für die 3D Präsentation.
Ich fand den Film und die Geschichte unterhaltsam. Es gibt aber durchaus bessere Kapitel im MCU.

Von mir bekommt die VÖ gutgemeinte 4 Punkte (eher 3,5), da Disney mal wieder Potential verschenkt hat, sowohl bei der Steelbook Gestaltung, als auch beim Dolby Atmos Ton.
Wäre wenigstens der deutsche Ton so gut wie der englische.
Zugute halte ich der VÖ, dass, zumindest in 3D, die IMAX Szenen enthalten sind.

Kaufempfehlung bei günstigem Preis. Am besten in 3D anschauen.

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Youtube Review Video:
Captain Marvel (2019) 3D Steelbook Review Deutsch










Mittwoch, 25. September 2019

Avengers Endgame (2019) 3D-BD Steelbook Review


Top Film, erneut fade Disney VÖ


Review bezieht sich auf den Film und die VÖ im 3D-BD Steelbook

Steelbook:
Es steckt in einem festen J-Card Schuber, dessen Frontdruck sich nahtlos in die Gestaltung der Steelbook Front einfügt.
Hier ist auch das FSK-Logo aufgedruckt. Es kann entsprechend nicht entfernt werden.
Die Rückseite zeigt die üblichen Infos zum Inhalt, Technische Spezifikationen, Cast und Crew und so weiter.

Im Gegensatz zum letztjährigen Steelbook zu „Avengers Infinity War“ ist dieses vorliegende Steelbook wesentlich schlichter ausgefallen.
Es gibt keine Prägung und die Aufdrucke auf Vorder- und Rückseite sind schlicht, wenn auch passend.
Auf der Front prangen die Avengers, oder zumindest ein Teil von ihnen und das Avengers-Logo.
Selbst Glanzeffekte sucht man hier vergebens. Außer ganz kleine Stellen, z.B. in den Fäusten von Captain Marvel, der Axt von Thor und der Umrandung des Avengers Logo.

Die Rückseite stellt dann dieselben Figuren dar, teilweise in abwehrender Haltung und einem Avengers Logo, das im Begriff ist, sich aufzulösen.
Ansätze von Glanzeffekten gibt es jetzt hier nur noch in den Logo-Trümmern und der restlichen Umrandung.

Neu ist allerdings, und das ist löblich, die Gestaltung des Spines:
Wurden uns hier in den vergangenen Jahren von Disney (nicht nur bei Marvel Filmen) ausschließlich kleine Bildchen der Protagonisten geboten, sind sie hier wieder zum Titelaufdruck zurückgegangen.

Es sind drei BDs enthalten, deren Cover-Artwork keine Überraschung bietet, sind doch alle drei im Marvel typischen Blau gehalten.
Es handelt sich um die BD, die 3D-BD und ein Bonus BD.

Eine Art Innendruck gibt es auch. Es handelt sich auf der linken Seite um ein Portrait von Robert Downey Jr. und auf der rechten Seite ein Portrait von Scarlett Johansson, jeweils mit Autogramm.

Das Steelbook ist insgesamt für meinen Geschmack zu einfach gehalten, bedenkt man auch die Größe des Films, hinsichtlich Erfolg und vor allem dessen Stellung im bisherigen Marvel MCU.
Hier wird leider die fade Veröffentlichungspolitik von Disney fortgesetzt, wie schon bei der letztjährigen VÖ von „Infinity War“.

Ton:
Der Ton liegt auf 3D-BD und BD in Englisch in DTS-HD MA7.1 und Deutsch Dolby Digital Plus 7.1 vor.
(Nur auf der UHD-BD findet sich ein englischer Dolby Atmos Ton.)

Ich habe den Ton getestet mit meiner Samsung  5.1.4 Soundbar, die Dolby Atmos fähig ist und über Rear Speaker verfügt.
Diese macht eigentlich einen guten Ton, je nach Quellmaterial. Allerdings darf man das jetzt auch nicht mit einem dedizierten AV-Receiver und entsprechenden Boxen vergleichen.

Jedenfalls: Der englische DTS-HD MA 7.1 klingt schön kräftig und steuert auch die Rear-Speaker gut an, wobei die Stimmen im Center bleiben.

Der deutsche Dolby Digital Plus 7.1 Ton klingt im Surround nicht so gut, wie der englische Ton. Da der Film viele ruhige Passagen hat, fällt das auch gar nicht so auf. Wenn allerdings die Action losgeht, dann rumst es auch richtig von allen Seiten.
Die Stimmen im Center empfand ich subjektiv ein wenig kräftiger als auf Englisch.

3D-BD:
Das 3D wurde, wie gesagt, konvertiert. Es ist an und für sich sehr gut, wie von Disney gewohnt und es gibt sogar ein, zwei kleine Popout Effekte, LEIDER liegt das AR nur im Format 2.39:1 vor.
Hier wurden, ebenso wie bei „Infinity War“ die IMAX Szenen weggelassen.
Warum nur?
Bei „Captain Marvel“ sind sie enthalten, wenn auch nur auf der 3D-BD und dort macht das einen immensen Unterschied.
Also, was soll das, Disney? Da wird aus der Vergangenheit (Infinity War) nichts gelernt, Fans nicht gehört und, obwohl man den erfolgreichsten Film aller Zeiten präsentiert, wird weder mit einem besonderen Steelbook, noch mit besonderem Ton (D.Atmos nur UHD, nur English) gefeiert. Nein, man lässt auch noch die IMAX Szenen weg.
DANKE! L

Ansonsten ist die 3D Konvertierung aber ok.
Was mir auffiel: Ich habe die 3D BD mit Aktiv 3D und Passiv 3D getestet.
Im Passiv 3D hatte ich vermehrt Ghosting, welches mir im Aktiv 3D (DLP-Technik) nicht auffiel.
Bei Captain Marvel ist z.B. überhaupt nicht der Fall, egal, ob Aktiv, oder Passiv. Aber das ist ohnehin ein anderes Thema.

Aber dafür werden recht saftige Preise für die VÖs verlangt. Das 3D-Steel kostet schon eine ganze Weile 30 Euronen und mehr bei Amazon. Die UHD-BD kostet ebenso viel.
Allerdings, kleiner Tipp: es gibt noch andere online Händler. ;)
(z.B. cede de. UHD ist dort zwar teurer, das 3D Steel gibt es nach wie vor für 25 Euro ((Stand September 2019))

BD:
(Extra: Audiokommentar)
Die Bildqualität der BD, egal ob auf einem 65“ UHD-TV, oder 100“ Leinwand mit UHD Pixelshifting Projektor geschaut, ist einwandfrei.
Die Farben sind nicht aufdringlich. Schärfe und Details sind hervorragend.
Da ja für „Endgame“ nur ein 2K DI erstellt wurde, liegt die Auflösung knapp über dem Möglichen der Blu-Ray, wovon diese profitiert. Für die UHD-BD hingegen ergeben sich keine Vorteile durch eine höhere Auflösung.

Bonus-Disk: (OMU)
- Featurettes
- zusätzliche Szenen
- Pannen vom Dreh

Avengers Endgame
Film: USA 2019
Regie: Anthony und Joe Russo
Hauptrollen: u.a. Robert Downey Jr. Chris Evans, Mark Ruffalo, Chris Hemsworth, Josh Brolin, Scralett Johansson, Brie Larson

Lautzeit: 181 min
Aspekt Ratio: 2.39:1
Digital Intermediate: 2K
3D: konvertiert
(Quelle:imdb.com)

Kino Release: 24.04.2019
Heimkino: 05.09.2019
Kosten: 356 Mio $
Erfolg im Kino: 2796 Mio $ (knapp 2,8 Mrd)
(Quelle: imdb.com)
FSK Freigabe: ab 12

Tja. Was könnte, oder sollte man noch zu diesem Film sagen?

Also, er ist lang. Mit 181 min Laufzeit ist er der längste bisherige Film der Avengers und des Marvel MCU.
Er war teuer. Mit 356 Mio $ Produktionskosten ist er auch der bis dato teuerste Film im MCU, wenn nicht überhaupt. Wobei ich nach wie vor der Meinung bin, da er direkt nach Infinity War gedreht wurde, dass die Kosten für beide Teile gelten. (Dass die Filme gleichzeitig gedreht wurden geht auch aus dem Wikipedia Artikel zu „Endgame“ hervor. Seit dem Release von „Engame“ werden bei boxofficemojo keine Budgets mehr für „Infinity War“ gelistet.)  Aber das ist nur eine Vermutung. Spielt auch keine Rolle.

Er war erfolgreich: Das globale Kino-Einspielergebnis von 2,796,274 Mrd. US $ hat  bisher kein Film geschafft und damit hat „Endgame“ den bisherigen Spitzenreiter „Avatar“ vom Thron geschupst.
Gut, Avatar ist auch schon 10 Jahre alt und „Endgame“ brauchte eine ganz kleine Hilfe, um schlussendlich so weit zu kommen. Es gab nämlich, kurz vor dem Heimkino Release ein erneutes Kino Release mit zusätzlichen Szenen von 7 Minuten (lt. Wikipedia), die ein Stan Lee-Tribute enthielten, eine unfertige Deleted Scene mit Hulk und eine Vorschau auf „Spider-Man Far From  Home“.
Diese zusätzlichen Einnahmen sorgten dann zum Schluss für den Sieg über Avatar.
Aber, wer weiß was geschieht, wenn dann die Avatar Fortsetzungen erscheinen….in nur wenigen Jahren…vielleicht.

Wer sich für die Vielzahl der aufgestellten Rekorde im Details interessiert, dem sei der Wikipedia Artikel zum Film empfohlen. Es waren jedenfalls einige.

Übrigens „Spider-Man…“: Eigentlich wurde uns ja „Endgame“ als Abschluss der 3. Phase des MCU angekündigt.
Aus irgendeinem Grund ist es nun aber doch „Spider-Man Far From Home“ geworden (Rezension folgt). Dieser stellt, soweit ich weiß, das letzte Marvel MCU Release für 2019 (Juni) dar und damit das dritte, nach „Captain Marvel“ (Februar)(Rezension folgt) und Avengers (April).

Captain Marvel musste man noch schnell vor den Avengers vorstellen, um ihren Einsatz im Avengers Film, der ja nun nicht gerade unnötig war, zu rechtfertigen.


Inhalt und Kritik:
Am Ende von „Infinity War“ hatte ja Thanos die Hälfte aller Lebewesen ausgelöscht.
Unsere Helden blieben, teils schwer verletzt, teils verstorben, zurück.
Die Überlebenden sammeln sich auf der Erde um sich zusammenzuraufen, was anfangs unmöglich scheint und einen Weg zu finden, Thanos doch noch unschädlich zu machen.

Schlussendlich geschieht dies durch Zeitreisen und es gelingt Thanos zu schlagen, aber es wird auch die Zukunft verändert so tauchen zwar alle verstorbenen, vermissten Avengers wieder auf, aber auch Thanos, der nun über den Plan Bescheid weiß und entsprechend vorbereitet ist. (Dieses Geschehnis wird später als „Der Blipp“ bezeichnet und findet seinen Platz auch im folgenden „Spider-Man“
Film.)
Es kommt zum großen finalen Showdown.
Was übrig bleibt sind schwer verletzte Avengers, vorne weg Iron Man, der seinen Verletzungen erliegt. Captain America wünscht sich ein normales Leben, welches er mit Peggy Carter verbringen und in dem er normal altern kann. Dieses bekommt er durch eine weitere Zeitreise, wenn ich mich richtig erinnere. Wir erleben ihn in der Gegenwart als alten Mann, der dann auch stirbt.

Ich persönlich empfand den Film als zu lange.
Auch war er mir, verglichen mit früheren Filmen, zu depressiv.
Er ist in langen Phasen sehr ruhig, was ja auch zur Thematik passt und ebenfalls entsprechend emotional.
Es kommt aber auch stets durch verschiedene Charaktere zu Humor  und Situationskomik, welche aber nie ins Lächerliche abdriften, sondern im Gegenteil dafür sorgen, dass die Tragik der Geschichte nicht ausufert.
Und der Schluss, mit den Verlusten, ist mir zu traurig. (Wenn ich heulen will schaue ich „Wasser für die Elefanten“, aber doch keine Comicverfilmung….)

Allerdings bildet er den gewollten Abschluss und das macht er ziemlich gut. Unsere Helden besuchen durch die Zeitreisen noch einmal Schlüsselschauplätze vorangegangener Filme und stellen dadurch ein grandioses Déjà-vu Vergnügen her.
Und ein Platz in der Sammlung gebührt ihm ohnehin.

Tja. Und nun?

11 Jahre sind vergangen, in denen wir dem Marvel MCU gefolgt sind. Wir haben viele Helden kennengelernt und jede Menge Abenteuer miterlebt.
Wir haben erlebt, wie sich die größte Superheldengruppe unter der Führung von Iron-Man und Captain America zusammenfand, sich zerstritten und trennten, nur um dann doch im schlimmsten aller für die Menschen möglichen Fälle, wieder vereint aufzutreten.

Avengers Endgame ist der 22. Film im Marvel MCU und der nächste Film, Nr. 23, „Spider-Man Far From  Home“, schließt dann Phase 3 ab.

Wie es weiter geht, werden wir sehen. Angekündigt sind bereits einige Filme mit neuen Helden und auch Fortsetzungen einiger bereits bekannter Figuren.

Und wer weiß, vielleicht stoßen wir in irgendeinem Teil des (MCU) Universums, zu irgendeiner Zeit erneut auf Iron-Man und Cap. A. Ich denke, da ist nichts so richtig unmöglich.

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Youtube Video Review:
Avengers Endgame 3D-BD Steelbook Review











Sonntag, 22. September 2019

Cop Land (1997) Blu-Ray Review


Fantastischer Krimi, Stallone in Best-Form



Rezension bezieht sich auf die ARTHOUSE DigiPack Edtion

Cop Land
Action-Thriller
USA 1997
Regie: James Mangold
Hauptrollen: Sylvester Stallone, Harvey Keitel, Robert De Niro, Ray Liotta, Robert Patrick
Laufzeit: 105 min (KF), 116 min (DC)
AR: 1.85:1
Ton: deutsch, englisch, französisch DTS-HD MA 5.1

Inhalt:
In einer kleinen New Jersey Stadt mit Namen Garrison, in der Nähe von New York, in den 70er Jahren, leben unzählige Polizisten mit ihren Familien, die zwar in New York arbeiten, sich aber zum Leben in diesen ruhigen Ort zurück ziehen. Ein sogenanntes „Cop Land“.
Allerdings herrscht in dem Ort nicht etwa ein Übermaß an Korrektheit und Anstand, wie man meinen sollte, sondern im Gegenteil viel Korruption und Gewalt. Gedeckt durch einige Polizisten (Harvey Keitel und Ray Liotta).
Vetternwirtschaft liegt an der Tagesordnung. Und Verbindungen zur Mafia.
Gesetzeshüter in der Stadt ist ein Jugendfreund (Stallone), der durch einen Unfall, bei dem er einer Frau das Leben rettete, auf einem Ohr taub ist und daher nie zur New Yorker Polizei gehen konnte, wie seine Kumpels.
Von eben diesen belächelt und nicht ernst genommen, versieht er seinen Dienst in der Kleinstadt.
Bis eines Tages durch einen Vorfall das Kartenhaus der korrupten Polizisten einstürzt und die interne Ermittlung aufmerksam wird (Robert De Niro). Unser Kleinstadtpolizist muss sich jetzt entscheiden, bleibt er seinen „Freunden“ treu, oder steht er einmal im Leben für etwas ein?

Durch die hervorragenden Darstellungen von Keitel, Liotta und De Niro und auch das kriminelle Thema des Films, könnte es sich bei „Cop Land“ genauso gut um einen Gangsterfilm aus der Schmiede von Scorsese im Stil von „Good Fellas“, bzw. „Casino“ handeln.

Die wirkliche Überraschung des Films ist dann aber Sylvester Stallone, dem mit der Rolle des Sheriffs Freddy Heflin eine der besten, wenn nicht sogar DIE Beste, Darstellung seiner schauspielerischen Karriere nachgesagt wird.
Absolut konträr besetzt zu seinen üblichen Rollen als Action-Held, spielt er hier den leicht übergewichtigen, stets trottelig dreinblickend, halb tauben Sheriff, der von seinen Freunden nicht ernstgenommen wird und es im Leben auch nicht weit gebracht hat.


Stallone legte für diese Rolle 16 Kilo zu, durch eine stränge „Diät“, bei der er täglich extra große Pfannkuchen aß.
Der Film kostete 15 Mio. $. Stallone arbeitete für eine Minimalgage an dem Film mit.
Für seine Darstellung erhielt er 1997 die Auszeichnung als „Bester Schauspieler“ beim Stockholm Filmfestival.

Studiocanal veröffentlichte den Film bereits 2012 auf BD und DVD und im Jahre 2015 erneut in der vorliegenden Fassung.

Das DigiPack beinhaltet genau eine Blu-Ray, auf der der Film in der Kinofassung (KF) und dem Director’s Cut (DC) vorliegt.

Der DC ist 11 min länger, als die KF.
Spielt man die BD ab, kann man wählen, welche Fassung man sehen möchte.
Die erweiterten Szenen des DC sind nicht synchronisiert, sondern auf Englisch, mit deutschen Untertiteln.

Welche Version man bevorzugt muss jeder für sich entscheiden.
Ich persönlich empfand die Szenen des DC als ein wenig zusätzliche Erklärung zur KF.
Aber der Film funktioniert auch in der KF wunderbar.

Die Bildqualität der BD ist einwandfrei.
Codiert in AVC, mit einer ca. durchschnittlichen Bitrate von 14 Mbps.

Das Digipak ist schlicht gehalten.
Das Artwork der Vorderseite unterscheidet sich vom Artwork der normalen BD, welches sich am originalen Filmplakat orientiert.
Die FSK Freigabe ist aufgedruckt und kann nicht entfernt werden.
Die Rückseite zeigt neben Szenenfotos, den Inhalt, Cast und Crew, die techn. Spezifikationen und das Bonus Material.

Innen:
Klappt man das Digipack auf, sieht man auf der Innenseite des Deckels ein Foto von Stallone.
Auf der Rückseite ein Zitat von Stallone zum Film.
Im Diskfach sitzt die BD in stabiler Halterung. Dahinter befindet sich kein weiteres Bild.
Die dritte Seite zeigt dann nur weitere Titel aus dieser „Der Spiegel“ und „Arthouse“ Reihe.

Diese inzwischen 4 Jahre alte VÖ war nur 1 € teurer als die normale BD Fassung. Daher habe ich sie bevorzugt.
Allerdings ist das DigiPack wirklich schlicht. Hier wäre Raum zur Entfaltung gewesen.
Trotzdem ist das DigiPack der Amaray vorzuziehen.

Der Film ist richtig gut und zeitlos. Seine 22 Jahre merkt man ihm nicht an. Außer vielleicht an den Schauspielern. Die sehen alle entsprechend jung aus und von einigen hat man in den letzten Jahren auch nicht mehr viel gehört.

Auf jeden Fall kann ich den Titel wärmstens empfehlen. Wer ihn nicht kennt, unbedingt schauen. Wer ihn kennt, unbedingt mal wieder schauen. :-)